Nahverkehr lahmgelegt: Warnstreik trifft Englisch-Abiturienten

Zwickau - Stillstand im Berufsverkehr: Mehr als 520 Busfahrer, Techniker und Verwaltungsangestellte von vier regionalen Verkehrsbetrieben in den Regionen Zwickau, Erzgebirge und Chemnitz streikten am Mittwoch von Dienstbeginn bis 8 Uhr.

In Zwickau streikten die Busfahrer am Depot des Regionalverkehrs Westsachsen (RVW).
In Zwickau streikten die Busfahrer am Depot des Regionalverkehrs Westsachsen (RVW).  © Pro Picture/Ralph Köhler

Auswirkungen hatte der Ausstand vor allem für Pendler und Schüler, die auf den Bus angewiesen sind.

Auch Abiturienten, die am Mittwoch Englisch-Prüfung hatten, standen ohne öffentliche Beförderung da.

Arndt Schubert (59) vom Zwickauer Landesamt für Schule und Bildung kritisiert den Zeitpunkt des Streiks: "Ich möchte der Gewerkschaft keine Böswilligkeit vorwerfen. Aber die Situation bedeutete zweifellos zusätzlichen Stress für die Prüflinge, weil sie sich auf die Schnelle eine Mitfahrgelegenheit organisieren mussten. So waren morgens auffällig viele Mopeds mit Sozius unterwegs. Diese Umstände werden die Prüfungsergebnisse nicht gerade beflügeln."

ver.di-Gewerkschaftssekretär Jürgen Becher (57) beteuert: "Der Zeitpunkt wurde gewählt, weil am Donnerstag die zweite Tarif-Verhandlungsrunde beginnt."

Die Gewerkschafter fordern einen Stundenlohn von mindestens 15,66 Euro. Die Arbeitgeber hatten bisher kein Angebot unterbreitet.

Titelfoto: Pro Picture/Ralph Köhler

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