Hohes Risiko zahlt sich aus: Systemwechsel beim FSV führt zum Ziel

Der Turm in der Schlacht: FSV-Stürmer Ronny König (r.) steigt mal wieder am höchsten.
Der Turm in der Schlacht: FSV-Stürmer Ronny König (r.) steigt mal wieder am höchsten.  © Fortuna Köln

Köln - "Keiner hatte mehr mit diesem Tor gerechnet. Das wir nochmal zurückgekommen sind, gibt uns jetzt hoffentlich Auftrieb für die letzten beiden Spiele", war Fabian Eisele nach seinem Last-Minute-Treffer richtig happy.

Bei Torsten Ziegner überwog ebenfalls die Erleichterung: "Unser Ziel war es, das Spiel so lange wie möglich offen zu halten, um noch den Lucky Punch zu setzen. Am Ende ist es ein glücklicher Punktgewinn."

Über die kompletten 90 Minuten besaßen die offensivstarken Gastgeber die zwingenderen Chancen, weil sie häufig hinter die gegnerische Abwehrreihe kamen. SCK-Coach Uwe Koschinat trauerte deswegen zwei verschenkten Zählern hinterher: "Im Saisonverlauf haben wir sehr viele Punkte glücklich geholt, aber noch nie so unglücklich zwei verloren."

Den Fortunen spielte die offensiver Ausrichtung der Zwickauer lange Zeit in die Karten, wenngleich Torsten Ziegner das Ganze anders geplant hatte: "Wir haben versucht aus einer anderen Grundordnung zu kommen, um das spielstarke Kölner Mittelfeld mit mehr Leuten unter Druck zu setzen." Mit der Umstellung von Vierer- auf Dreierkette wurde die Abwehr zu Gunsten des Mittelfelds geschwächt. "Dieses Risiko mussten wir in Kauf nehmen", so Ziegner. Letztlich zahlte sich dieser Ritt auf der Rasierklinge aus.


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