Warum ging das nicht eher? Eisele-Doppelpack gegen den CFC sorgt für Fragezeichen

Mit dem Hinterkopf erwischte Fabian Eisele die Freistoßflanke von Rene Lange. Der Ball landete - nicht unhaltbar - im Netz.
Mit dem Hinterkopf erwischte Fabian Eisele die Freistoßflanke von Rene Lange. Der Ball landete - nicht unhaltbar - im Netz.  © Picture Point

Zwickau - Hätte, wenn und aber... Ohne die zwei Treffer von Fabian Eisele könnte sich der FSV Zwickau nicht Derbysieger nennen, würde auf einem Abstiegs – statt einem Nichtabstiegsplatz überwintern. Punkt, Aus!

Erstaunlich unaufgeregt gab sich der Matchwinner nach der CFC-Partie (3:2), mied zunächst die Reporterfragen, ehe er ein kurzes Resümee zog: "Ich gehe mit einem sehr guten Gefühl und drei Toren im Rücken in die Winterpause".

Der Derbyheld gab sich bescheiden. Wohl auch, weil er die letzten Wochen als Reservist im Hinterkopf hatte. „Dieses Gefühl ist besser, als wenn ich heute wieder nicht gespielt hätte“, meinte Eisele nach seinem späten Startelfdebüt.

Besser spät als nie, findet Torsten Ziegner: "Eisi ist jetzt angekommen. Das hat er bereits in Köln gezeigt. Heute war er effektiv, hat aus den Möglichkeiten das Maximum herausgeholt“. Gegen Fortuna Köln (1:1) sicherte der Angreifer durch seinen späten Ausgleich einen, im Derby ebnete er den Weg zu drei Zählern. Eisele hat somit eine entscheidende Aktie am Zustandekommen von vier der letzten fünf Punkte.

Fabian Eisele hebt ab! Sein Doppelpack zum 1:2 und 2:2 brachte Zwickau auf die Siegerstraße.
Fabian Eisele hebt ab! Sein Doppelpack zum 1:2 und 2:2 brachte Zwickau auf die Siegerstraße.  © Picture Point

"Ich freue mich über den Weg den Eisi gegangen ist. Wir werden trotzdem die komplette Hinrunde betrachten", dämpft der FSV-Coach die Erwartungen

Man wird das Gefühl nicht los, als hätte die verspätete Erfolgsgeschichte einen faden Beigeschmack. Gerade weil sich beide Seiten etwas mehr versprachen.

Eisele war im Sommer als Ersatz für Jonas Nietfeld von Hertha BSC II verpflichtet worden. Seither gehörte der Angreifer zwar an jedem Spieltag dem 18er-Kader an, brachte es aber nur auf elf Partien (drei Tore) und lediglich 296 Spielminuten.

"Was war los bis zum Köln-Spiel und warum ging das nicht eher?", fragt sich Ziegner. Fünf Wochen bleiben ihm bis zum Auftakt in die Frühjahrsrunde (Lotte/20. Januar). Genügend Zeit, um diese Frage zu beantworten und entsprechende Schlüsse zu ziehen: "Wir werden das jetzt sachlich auswerten und dann den besten Nutzen ziehen – für uns alle."

Steht etwa ein zeitnaher Abgang von Eisele (Vertrag bis 2019) bevor? "Ich wünsche mir, dass er sich bei uns festbeißt und die Unterstützung für Ronny König wird, die wir uns schon im Sommer erhofft hatten", stellt Ziegner klar.


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