Ergebnis egal: FSV-Kapitän Toni Wachsmuth stellt sich immer

Toni Wachsmuth ist ein Kämpfer. Rechts setzt er sich gegen Unterhachings Stephan Hain durch.
Toni Wachsmuth ist ein Kämpfer. Rechts setzt er sich gegen Unterhachings Stephan Hain durch.  © Picture Point/Kerstin Kummer

Zwickau – Egal wie das Spiel auch ausging, Toni Wachsmuth hat sich stets den teils bohrenden Fragen der Presse gestellt. So, wie es sich für einen Kapitän und Führungsspieler gehört! Ob nach dem 0:4 in Meppen, dem 0:1 in Karlsruhe oder zuletzt im Anschluss an das 3:2 gegen den Chemnitzer FC - Wachser gab dabei stets klare Kante.

„Wir haben kein gutes Spiel gemacht! Eine Stunde lang haben wir nicht das umsetzen können, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren nicht in den Zweikämpfen drin, nicht zwingend genug und sind dafür bestraft worden“, nahm der FSV-Kapitän nach dem Derbysieg kein Blatt vor den Mund.

In der kritischen Spielphase zwischen dem ersten und zweiten Gegentor hielt Johannes Brinkies die Truppe im Rennen. Der gehaltene Elfmeter gegen Daniel Frahn und das gewonnene Eins gegen Eins mit Florian Hansch waren Schlüsselszenen. „Wir wurden von Pommes am Leben gehalten und haben das genutzt, um uns als Einheit herauszuziehen“, so Wachsmuth.

Einen echten Knackpunkt, an dem das Momentum letztlich von der Chemnitzer auf die Zwickauer Seite wechselte, vermochte der Leitwolf nicht auszumachen: „Ein gehaltener Elfmeter ist immer gut. Der schnelle Anschluss nach dem 0:2 genauso. Wichtig war, nicht den Glauben zu verlieren. Trotz der schlechten ersten Halbzeit!“

Diese Aussage trifft den Kern der rot-weißen Mentalität. Im Vorjahr befanden sich die Westsachsen über weite Strecken der Spielzeit auf oder in der Nähe eines Abstiegsplatzes. Der Liganeuling setzte sich letztlich erfolgreich gegen die drohende Rückkehr in die Regionalliga zur Wehr und signalisierte: „Zwickau kann Abstiegskampf!“

„Wir haben eine riesige Moral gezeigt. Ich wusste aber schon immer, da ist die Mannschaft vorbildhaft“, unterstreicht Wachsmuth.

Da diese Grundtugend nicht immer ausreichen wird, muss der FSV in der Winterpause Vorkehrungen treffen, um zu verhindern, dass man gegen einen direkten Abstiegskandidaten, wie den CFC, überhaupt erst mit 0:2 in Rückstand gerät.

„Wir haben monstermäßig zu tun, um am letzten Spieltag nicht an dem Punkt zu stehen, dass wir unbedingt gewinnen müssen, um über dem Strich zu stehen. Deswegen werden wir ab 2. Januar trommeln“, verspricht schon einmal Coach Torsten Ziegner.


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