FSV-Wachsmuth wehrt sich gegen "Abschiedstournee"

Zwickau - Seit Dienstag steht fest, dass FSV-Kapitän Toni Wachsmuth am Saisonende seine Karriere beenden und die Nachfolge von Sportdirektor David Wagner antreten wird.

8. Dezember 2006, Betzenberg: Toni Wachsmuth (vorn) im Trikot des FC Carl Zeiss Jena beim Kopfballduell mit dem damaligen Lauterer Azar Karadas.
8. Dezember 2006, Betzenberg: Toni Wachsmuth (vorn) im Trikot des FC Carl Zeiss Jena beim Kopfballduell mit dem damaligen Lauterer Azar Karadas.  © Imago

Der 32-jährige Abwehrchef startet am Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern seine Abschiedstournee - dort, wo einst alles begann.

"Auf dem Betzenberg habe ich für Carl Zeiss Jena mein erstes Spiel über 90 Minuten absolviert", erinnert sich Wachsmuth an den 8. Dezember 2006. Die Partie endete 0:0 und "Wachser" war ab diesem Zeitpunkt fester Bestandteil der Jenaer Zweitliga-Startelf.

Es sollte für Wachsmuth allerdings das vorerst letzte Gastspiel in Kaiserslautern gewesen sein. Als sein neuer Verein SC Paderborn Ende Februar 2010 in die Pfalz fuhr, fehlte der gebürtige Thüringer wegen Knieproblemen.

Nun schließt sich für Wachsmuth angesichts des nahenden Karriereendes zwölf Jahre später der Kreis: "Da schwingt ohne Frage Wehmut mit. Ich werte das Ganze aber nicht als Abschiedstour. Dafür ist der Druck, der auf uns lastet viel zu groß. Vielleicht ergibt sich gegen Saisonende, wenn der Klassenerhalt sicher ist, die Möglichkeit dazu. Jetzt ist es nicht angebracht."

Wer will schon gerne die Laufbahn mit einem Abstieg beenden? "Das ist das Thema! Bis Saisonende liegt mein Fokus rein auf dem Platz, und da haben wir zwei Ziele: Liga-Verbleib und den Einzug in den DFB-Pokal über den Sachsenpokal", unterstreicht Wachsmuth.

Schließlich geht es auch um seine berufliche Zukunft! Der Sportdirektor-Vertrag ist zwar auf zwei Spielzeiten und damit bis 2021 ausgelegt, konkrete Absprachen gab es aber nur für eine Liga. "Bisher haben wir nur das Szenario 3. Liga angesprochen. Etwaige Eventualitäten müssen noch besprochen werden. Doch das ist aktuell kein Thema", verweist Wachsmuth auf seine sportlichen Ziele.

Noch eine Aufnahme vom ersten 90-Minuten-Einsatz für Jena: Toni Wachsmuth (l.) im Zweikampf mit Lauterns Ricardo Villar.
Noch eine Aufnahme vom ersten 90-Minuten-Einsatz für Jena: Toni Wachsmuth (l.) im Zweikampf mit Lauterns Ricardo Villar.  © Imago

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