Gericht schickt Dauer-Betrügerin in Knast

Roselore D. wurde wegen Betrugs verurteilt.
Roselore D. wurde wegen Betrugs verurteilt.  © Theo Stiegler

Zwickau - Das Amtsgericht Zwickau hat eine notorische Betrügerin aus dem Verkehr gezogen. Roselore D. (56) musste sich am Mittwoch wegen Betrug, Urkundenfälschung und falscher Aussage an Eides statt vor Gericht verantworten.

Oberstaatsanwalt Holger Illing fasste seinen Eindruck kurz zusammen: "Wir kennen uns seit vielen Jahren, Sie haben nichts dazugelernt. Hier hilft nur noch wegsperren."

Dieses Mal hatte die gelernte Reiseverkehrsfachfrau in drei Fällen Geld bei Privatleuten geborgt, insgesamt 18.600 Euro. Der Versuch, weitere 60.000 Euro zu erlangen, scheiterte daran, dass der Kreditgeber den Braten roch und kein Geld zahlte.

Die Frau hatte dabei keine Scheu, Unterschriften und Urkunden zu fälschen. Als Job gab sie eine Stelle in einem Reisebüro an, fälschte sogar eine Bescheinigung über die Liquidität des Unternehmens im Wert von 130.000 Euro.

Am Mittwoch gab sie zu, dass alles gefälscht war, Urkunde und Unterschriften angeblicher Geschäftsführer sowie eine Bescheinigung über eine bestehende Lebensversicherung. 13 Vorstrafen mit zusammengezählten 58-fachen Betrug und 34-facher Urkundenfälschung fasste Richter Stephan Zantke so zusammen: "Es besteht die Gefahr, dass sie, wenn Sie rauskommen, gleich wieder weitermachen."

Das Gericht verurteilte die Betrügerin zu drei Jahren und zwei Monaten Gefängnis.

Titelfoto: Theo Stiegler