Getränke-Betrug bei VW: Abzocker akzeptiert Strafbefehl

Kevin R. (31) kam im Februar mit einer Geldauflage davon.
Kevin R. (31) kam im Februar mit einer Geldauflage davon.

Von Doreen Grasselt

Zwickau - Jetzt wird der nächste VW-Getränke-Abzocker abgestraft. Gemeinsam mit 65 Kollegen hatte Dirk H. (43) den Volkswagen-Konzern um 13 000 Euro gebracht.

Ein Software-Fehler machte den Softdrink-Automaten in Halle 23 gleichzeitig zum Geldautomaten. Bis Ende 2013 konnten die Mitarbeiter dort ihre Getränke mittels Chipkarte bezahlen. Doch wer das Fach A1 anwählte, konnte gleich noch Geld auf seine Karte buchen.

Dirk H. hatte auf diesem Wege etwa 1000 Euro abgezockt.

Gestern wurde die Verhandlung gegen den Betrüger am Amtsgericht abgesagt, weil Dirk H. den Strafbefehl nun doch akzeptiert hat.

Bei VW in Mosel ließen sich Mitarbeiter am Getränke-Automaten Geld auszahlen.
Bei VW in Mosel ließen sich Mitarbeiter am Getränke-Automaten Geld auszahlen.

„Er ist nun des Betruges in 1308 Fällen schuldig“, erklärt Gerichts-Sprecher Stephan Zantke (54).

Die Abzocke kostet den Ex-VW-Angestellten zwei Monatsgehälter im zivilrechtlichen Verfahren. Im Strafverfahren wird nun eine Geldstrafe von 1800 Euro fällig. Kollege Kevin R. (31) stand bereits im Februar vorm Amtsrichter, weil er das Unternehmen um mehr als 270 Euro geprellt hatte.

Das Verfahren gegen ihn wurde gegen eine Geldauflage von 450 Euro eingestellt.

Nachdem der Betrug aufgeflogen war, hatte VW alle 66 betroffenen Mitarbeiter gefeuert, den Software-Fehler am Automaten behoben.

Foto: dpa/Ralf Hirschberger, Stiegler


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