Revolution im Klinikum: Kleine Kapsel lässt Herzen wieder höherschlagen

Stolz zeigt der Arzt den neuen, rund 8000 Euro teuren Herzschrittmacher.
Stolz zeigt der Arzt den neuen, rund 8000 Euro teuren Herzschrittmacher.  © Laura Kruckenmayer

Zwickau - Die Herzen schlagen in Zwickau noch moderner: Im Heinrich-Braun-Klinikum wurde jetzt der kleinste Herzschrittmacher der Welt eingesetzt - eine medizinische Revolution.

Das Wunderwerk ist ganze 2,59 Zentimeter lang und 1,75 Gramm schwer. Marc Schönweiß, Leitender Oberarzt: "Bei dieser Methode ist kein operativer Schnitt mehr notwendig. Die Kapsel wird über einen Katheter von der Leistenvene direkt im Herzen in der rechten Kammer eingesetzt und unmittelbar im Herzmuskel verankert. Von dort gibt die Kapsel die nötigen elektrischen Impulse drahtlos an die Herzspitze ab." Das bedeutet auch im Gegensatz zu herkömmlichen Herzschrittmachern: "Verrutschte Elektroden oder Kabelbrüche sind nicht mehr möglich, das Infektionsrisiko ist deutlich geringer."

Einer der ersten Patienten, die den neuen Schrittmacher bekamen, ist Werner Milde (87). Der Rentner litt an Vorhofflimmern: "Ich hatte Probleme mit der Luft, Schwindelanfälle und Schmerzen im Herzen." Zwei Tage nach dem Eingriff konnte Milde schon wieder nach Hause: "Ich habe keine Probleme mehr." Die neue Methode ist für etwa 15 Prozent aller Herzpatienten geeignet.

Das Heinrich-Braun-Krankenhaus hat an seinen Standorten in Zwickau und Kirchberg rund 900 Betten, behandelt jährlich 40.000 Patienten stationär und beschäftigt 2200 Mitarbeiter.

Oberarzt Marc Schönweiß erklärt Werner Milde (87), wo das kleine Wunderwerk eingesetzt wurde.
Oberarzt Marc Schönweiß erklärt Werner Milde (87), wo das kleine Wunderwerk eingesetzt wurde.  © Laura Kruckenmayer

Titelfoto: Laura Kruckenmayer


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