Mordprozess Heike Wunderlich: So fand der Ermittler die heiße Spur

Dr. Steffen Schulze (50) untersuchte die Beweisstücke.
Dr. Steffen Schulze (50) untersuchte die Beweisstücke.  © Theo Stiegler

Zwickau - Ist es der entscheidende Beweis? Im Prozess um den Mord an Heike Wunderlich († 18) sagte am Mittwoch der Ermittler aus, der die DNA-Spuren an der Wäsche der Toten ausgewertet hat. Am rechten Träger des Büstenhalters fand sich die DNA des Angeklagten, Helmut S. (61).

Dr. Steffen Schulze (50) ist Ermittler am Kriminaltechnischen Institut des Landeskriminalamtes. Er sucht mikrofeine Spuren an Beweisstücken von Kriminalfällen. Schulze fand am Büstenhalter der 1987 ermordeten Frau DNA-Spuren von zwei Personen - von der Toten und vom Angeklagten.

Richter Klaus Hartmann: „Wir müssen ausschließen, dass die am Träger des Büstenhalters, der dem Täter als Werkzeug zum Erdrosseln des Opfers diente, gefundenen menschlichen Spuren zu mehr als zwei Personen führen.“

Das konnte der Ermittler bestätigen.

Das war auch die entscheidende Spur, die den Treffer in der zentralen Datenbank erbrachte: Helmut S. war nach der Wende in dem Archiv erfasst worden, weil er weitere Straftaten begangen hatte.

Die Befragung des Wissenschaftlers wird am kommenden Montag fortgesetzt.

Helmut S. (61) ist angeklagt, die Vogtländerin Heike Wunderlich (†18) vor 
fast 30 Jahren getötet zu haben.
Helmut S. (61) ist angeklagt, die Vogtländerin Heike Wunderlich (†18) vor fast 30 Jahren getötet zu haben.  © Theo Stiegler

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