Millionenschwere Anlage gegen das giftige Erbe der Wismut

Zwickau - Eine neue Anlage zur Wasserbehandlung für zehn Millionen Euro soll das strahlende und giftige Erbe der Wismut für die nächsten Jahrzehnte unschädlich machen.

Mit einem Kran wurden Betonteile für eine Trafostation positioniert, die für die neue Wasserbehandlungsanlage in Helmsdorf gebaut wird.
Mit einem Kran wurden Betonteile für eine Trafostation positioniert, die für die neue Wasserbehandlungsanlage in Helmsdorf gebaut wird.  © Kristin Schmidt

Am Dienstag lieferten fünf Schwerlastzüge Betonteile in der Absetzanlage Helmsdorf an.

Auf dem 200 Hektar großen Gelände lagert bis zu 50 Meter hoch der radioaktive Schlamm, der einst als Halde von Crossen weithin sichtbar war.

"Weil die Sanierung des Areals fast abgeschlossen ist, fällt nicht mehr so viel kontaminiertes Wasser an. Dafür gibt es in dem verbleibenden Sickerwasser, das abgeleitet wird, eine höhere Schadstoffbelastung", sagt Wismut-Sprecher Frank Wolf (58). "Wegen dieser veränderten Anforderungen ist eine neue Anlage wirtschaftlicher."

Die neue Anlage soll künftig 40 Kubikmeter Wasser pro Stunde aufbereiten und gereinigt in die Zwickauer Mulde ableiten. Die alte Anlage mit der fünffachen Kapazität wird nach einer Übergangszeit außer Betrieb gehen und abgerissen.

Für das Gelände ist nach Abschluss der letzten Arbeiten eine Begrünung vorgesehen.

Projektverantwortlicher Jürgen Meyer (61) zeigt den Plan für die neue vollautomatische Wasserbehandlungsanlage.
Projektverantwortlicher Jürgen Meyer (61) zeigt den Plan für die neue vollautomatische Wasserbehandlungsanlage.  © Kristin Schmidt

Mehr zum Thema Zwickau:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0