Klage gegen den Superknast! Bürger wollen wieder vor Gericht ziehen

Mitte 2018 soll der Bau auf dem Gelände in Marienthal beginnen.
Mitte 2018 soll der Bau auf dem Gelände in Marienthal beginnen.  © Pro Picture/Ralph Köhler

Zwickau - Mitte 2018 soll Baustart für den Superknast in Zwickau sein. Rund 820 Männer könnten hier ab 2020 inhaftiert werden. Doch die Bürgerinitiative (BI) läuft noch immer Sturm gegen das Gemeinschaftsgefängis von Sachsen und Thüringen.

Die BI ging bereits gegen den Verkauf des für den Knast vorgesehenen Geländes vor Gericht - und scheiterte.

„Das ist jetzt zwei Monate her“, so BI-Sprecher Lutz Reinhold (54). „Und wir warten noch immer auf die schriftliche Begründung des Urteils.“ Denn von dieser hinge ab, ob und wie es für die Knastgegner weitergeht.

„Wir überlegen, in die nächste Instanz vor das Oberverwaltungsgericht nach Bautzen zu ziehen“, so Reinhold. Die BI „Nein zur JVA in Zwickau-Marienthal“ hatte durchsetzen wollen, dass ein Bürgerbegehren gegen den Verkauf des Areals durch die Stadt an den Freistaat Sachsen anerkannt wird.

„Wir beraten derzeit noch, wie es für uns weitergeht. Das hängt letztendlich auch von den finanziellen Mitteln ab.“ Mit dem Superknast wollen Thüringen und Sachsen Kosten bei Justizvollzug sparen. Seit 2013 kämpft die BI gegen die Anlage. Dort sollen auch Arbeitsbetriebe, Sportstätten sowie Schul- und Kirchenräume für die Häftlinge entstehen.

Geschätzte Baukosten: 171,5 Millionen Euro.

Lutz Reinhold (54), Sprecher der Bürgerinitiative.
Lutz Reinhold (54), Sprecher der Bürgerinitiative.  © Pro Picture/Ralph Köhler

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