SPD-Politiker macht Ernst: Mutter soll aus Kneipe geklagt werden

Waltraud Pecher (72) wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Räumungsklage 
ihres eigenen Sohnes.
Waltraud Pecher (72) wehrt sich mit Händen und Füßen gegen die Räumungsklage ihres eigenen Sohnes.  © Maik Börner

Zwickau - Familienfehde mitten in Zwickau. Mario Pecher (54), Landtagsabgeordneter der SPD, klagt gegen seine eigene Mutter Waltraud (72). Vor dem Zwickauer Landgericht geht es um die Eigentumsfrage eines Grundstücks in Eckersbach.

Darauf steht die Kneipe von Waltraud Pecher. Ihr Sohn hat andere Pläne mit dem Grundstück, will, dass seine Mutter die Gaststätte verlässt. Doch die weigert sich.

Richter Bernd Gremm (53) versucht beim Termin am Dienstag noch, Frieden in der tief verstrittenen Familie zu stiften. „Es geht darum, größtmöglichen Schaden für beide Parteien abzuwenden“, erklärt er.

Doch sein Bemühen fruchtete nicht. Das Mutter-Sohn-Duell wird ausgefochten.

Klar wird dabei eines. „Sie sind nicht und sie waren nie Eigentümerin des Grundstücks“, so Richter Gremm zu Waltraud Pecher. Er macht ihr damit wenig Hoffnung. Doch das will diese nicht wahrhaben, macht sich mehrfach und lautstark Luft. „Herr Richter, Sie verstehen es nicht.“ Vorwürfe gegen ihren Sohn, der die ganze Zeit mit versteinerter Miene dasitzt und nur hin und wieder mit dem Kopf schüttelt, prasseln auf diesen ein.

Im März wird der Fall entschieden. Waltraud Pecher kündigt schon jetzt den Gang durch alle Instanzen an.





Mario Pecher (54), Landtagsabgeordneter der SPD, klagt gegen seine eigene 
Mutter. Ihre Kneipe steht auf seinem Grundstück.
Mario Pecher (54), Landtagsabgeordneter der SPD, klagt gegen seine eigene Mutter. Ihre Kneipe steht auf seinem Grundstück.  © Maik Börner

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