Wo ist die verschwundene Waffe? Sportschütze Hardy G. wieder vor Gericht!

Zwickau - Mehr als fünf Wochen hielt Sportschütze Hardy G. (31) die Polizei in Atem: Der Sportschütze soll seine Ex-Freundin bedroht und ihr nachgestellt haben. Der Streit eskalierte und schließlich wurde bundesweit nach dem 31-Jährigen gefahndet, bis er in Frankfurt/Main festgenommen wurde (TAG24 berichtete).

Auf der Suche nach Hardy G. kam es im Juni 2018 zu einem Polizei-Großeinsatz in Zwickau.
Auf der Suche nach Hardy G. kam es im Juni 2018 zu einem Polizei-Großeinsatz in Zwickau.  © Harry Härtel/Haertelpress

Zusammen mit Hardy G. verschwand auch eine Waffe aus einem Tresor. Es wurde vermutet, dass der Mann die Waffe bei seiner Flucht bei sich hatte. Doch auch nach seiner Festnahme blieb das Gewehr verschwunden.

Am zweiten Verhandlungstag in dem Berufungsprozess am Landgericht Zwickau ging es nun um die Waffe. Dabei sagte auch der Vater (67) des Angeklagten aus. Laut Freie Presse, hatte der 67-Jährige den Code zum Waffentresor, zu dem bis dahin auch der Sportschütze Zugang hatte, geändert. Da Hardy G., nach Aussage seines Vaters, den Code nicht kannte, sei das Verschwinden der Waffe unerklärlich. Zusammen mit dem Gewehr, Typ AR 15 verschwanden rund 150 Schuss Munition.

Im Frühjahr 2018 zerbrach die Beziehung von Hardy G. und Silke K. nach einem Jahr. Daraufhin hatte der Sportschütze seine Ex-Freundin Silke K. (36) mit Nachrichten bombardiert und sie bedroht. Auch die Polizei griff da schon einmal ein, beschlagnahmte eine Kurzwaffe und Hardy G. musste seinen Waffenschein abgeben.

So ging es Silke K. während Hardy Gs Flucht

Hardy G. steht wieder in Zwickau vor Gericht.
Hardy G. steht wieder in Zwickau vor Gericht.  © Uwe Meinhold

Im Juni eskalierte: Der 31-Jährige soll in das Haus von K. und deren Eltern in Limbach eingebrochen sein. Da kam es zur Auseinandersetzung mit dem Vater der Ex-Freundin. Danach verschwand G., wurde nur noch einmal in Chemnitz gesehen. Doch trotz des Einsatzes eines Hubschraubers, Spezial-Hunden und über 200 Polizisten blieb der damals 29-Jährige verschwunden. Zwei Tage danach durchkämmte die Polizei ein Waldstück in Pleißa, weil der Flüchtige dort gesehen worden sein soll. Am Abend des gleichen Tages kam es noch zu einem Großeinsatz in Limbach-Oberfrohna. Schließlich wurde Hardy G. in einem Hotel in Frankfurt/Main gefasst.

In einem Interview mit RTL-Explosiv berichtet Silke K. über die Zeit, als der Sportschütze auf der Flucht war: "Wir hatten alle Todesangst, das ist das Schlimmste [...] geschlafen hat man nicht großartig, essen konnte man dann auch nicht mehr. Man hat einfach fürchterliche Angst."

Im Mai 2019 war Hardy G. in erster Instanz vom Amtsgericht Zwickau zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden (TAG24 berichtete). Gegen das Urteil legte er Berufung ein, kann sich weder den Stallking-Vorwurf noch die Großfahndung erklären. RTL sagte G., dass er mit seiner Ex-Freundin nichts mehr zu tun haben will. Der Prozess wird in der kommenden Woche fortgesetzt.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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