Prozess gegen Drogenring: Am Montag soll das Urteil fallen

Zwickau - Nach 65 Verhandlungstagen soll in einem großen Drogenprozess am Montag (10.30 Uhr) vor dem Landgericht Zwickau das Urteil gesprochen werden.

Nach 65 Verhandlungstagen wird am Montag vor dem Landgericht Zwickau das Urteil verkündet. (Symbolbild)
Nach 65 Verhandlungstagen wird am Montag vor dem Landgericht Zwickau das Urteil verkündet. (Symbolbild)  © DPA

Den fünf Angeklagten wird vorgeworfen, im Jahr 2016 über mehrere Monate rund 35 Kilogramm Crystal Meth nach Sachsen geschmuggelt zu haben (TAG24 berichtete). Die mutmaßlichen Dealer sollen die synthetische Droge im Raum Leipzig und im Vogtland verkauft haben. Der Verkaufswert liegt je nach Region bei zwei bis drei Millionen Euro.

Die Staatsanwaltschaft beantragte für die Männer im Alter zwischen 29 und 55 Jahren Haftstrafen von bis zu neun Jahren. Die Verteidigung plädierte mit Ausnahme eines Beschuldigten auf Freispruch.

In dem seit Anfang September 2017 laufenden Prozess hatte unter anderem ein Kronzeuge den jüngsten der fünf Tatverdächtigen identifiziert.

Die Angeklagten mit türkischen Wurzeln - drei davon Brüder - sitzen seit Dezember 2016 quer über Sachsen verstreut in Untersuchungshaft.

Mit Ausnahme des jüngsten Mannes sind alle mehrfach einschlägig vorbestraft und waren zum Teil bereits jahrelang im Gefängnis.

Update 12 Uhr:

Wegen Drogenschmuggels von Tschechien nach Sachsen hat das Landgericht Zwickau am Montag fünf Männer zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Allerdings konnte den Beschuldigten von 18 Taten in der Anklageschrift nur ein einziger Fall nachgewiesen werden. Die Urteile lauten je nach Tatbeteiligung zwischen zwei und sechseinhalb Jahren Gefängnis. Ursprünglich war die Staatsanwaltschaft davon ausgegangen, dass der Drogenring im Jahr 2016 über mehrere Monate rund 35 Kilogramm Crystal Meth eingeschleust hat.

Nachweisbar seien nun aber lediglich knapp sechs Kilogramm gewesen, urteilte die Kammer. Die Männer im Alter zwischen 29 und 55 Jahren sind zum Teil einschlägig vorbestraft, saßen deshalb auch schon im Gefängnis. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Titelfoto: DPA

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