Zwickau mutiert zur Weltstadt: VW investiert eine Milliarde Euro

Zufriedene Gesichter bei den neuen Partnern: Dirk Coers (55) und Siegfried Fiebig (62) von VW Sachsen mit Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (61, SPD).
Zufriedene Gesichter bei den neuen Partnern: Dirk Coers (55) und Siegfried Fiebig (62) von VW Sachsen mit Zwickaus Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (61, SPD).  © Uwe Meinhold

Zwickau - Rosige Zukunftsaussichten für Zwickau! Oberbürgermeisterin Pia Findeiß (61, SPD) unterzeichnete Mittwoch eine milliardenschwere Kooperationsvereinbarung mit dem VW-Konzern. Dieser wird in den kommenden Jahren sagenhafte eine Milliarde Euro in seinen Standort in Zwickau-Mosel investieren.

Ausgerechnet an der Stelle, von wo aus die DDR-Führung mit dem Trabant 1.1 Automobilgeschichte schreiben wollte, entsteht bis 2022 die Elektromobilitätszentrale des gesamten VW-Konzerns.

„Wir bekommen hier ein Alleinstellungsmerkmal in ganz Europa“, kündigt Siegfried Fiebig (62) von VW Sachsen an. Der Konzern will in Zwickau ab 2019 die Elektro-Modelle I.D. und I.D. Crozz produzieren.

Mit seinem klaren Bekenntnis zum Standort Zwickau nimmt VW die Stadt aber auch in die Pflicht. „Es gibt in Zwickau einen neuen Parkplatz am Alten Gasometer, aber mit nur einer E-Ladesäule“, kritisiert Fiebig.

Er wünscht sich auch, dass Zwickau besser mit den sächsischen Metropolen verknüpft wird und er „in 20 Minuten mit dem Zug von Zwickau nach Leipzig“ fahren kann.

Die Stadt soll also die Milliarden-Investition mit entsprechenden Fortschritten bei Themen wie Umwelt- und Klimaschutz, Infrastruktur und Bildung flankieren.

Los geht's im Januar. Dann tagt erstmals der Lenkungsstab einer gemeinsamen Arbeitsgruppe.

Das VW-Werk in Zwickau-Mosel wird in den nächsten vier Jahren zur E-Mobilitätszentrale des Konzerns umgebaut.
Das VW-Werk in Zwickau-Mosel wird in den nächsten vier Jahren zur E-Mobilitätszentrale des Konzerns umgebaut.  © Uwe Meinhold

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