Mordverdacht im Sozialhaus: Mutmaßlicher Täter wählte selbst den Notruf

Zwickau - Tod im Obdachlosenhaus: Am Sonnabend soll der Zwickauer Mario (49) seine Lebensgefährtin Patrizia (46) in ihrem Zimmer im Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" in der Büttenstraße erwürgt haben (TAG24 berichtete).

Mordverdacht im Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen": Der mutmaßliche Täter schweigt.
Mordverdacht im Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen": Der mutmaßliche Täter schweigt.  © Maik Börner

Der mutmaßliche Täter sitzt unter Mordverdacht in U-Haft - und schweigt.

Sonntag früh wählte der Tatverdächtige selbst den Notruf. Eventuell ein Mord aus Habgier: Die Polizei fand bei Mario 3000 Euro, die der Frau gehört haben sollen. Die Kripo ermittelt weiter.

Die Leiterin Kerstin Täuber (58) und die verbliebenen 25 Bewohner sind geschockt. "Mario zog zur Eröffnung 2008 bei uns ein, Patrizia folgte vor zwei Jahren aus Baden-Württemberg."

Seitdem waren beide ein Paar.

Ein schwieriges Paar, weiß Kerstin Täuber: "Sie liebten und sie hassten sich. Wollte man einen Streit schlichten, lagen sie schon wieder friedlich im Bett. Aber diese Tat ist für uns unverständlich." Die Tat habe niemand gesehen.

Täuber: "Bewohner hörten nur einen Knall an der Heizung. Als jemand rief ,Alles in Ordnung?' antwortete Mario ,Ja!'."

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