Weil Bürger Angst haben: Stadt pflegt nun NSU-Gedenkort

Zwickau - Wenn die Blumen welken: Am neu eingeweihten Gedenkort für die NSU-Opfer legen Besucher Kränze nieder und stellen Kerzen auf. Doch niemand traut sich, anschließend die Reste wegzuräumen.

Die Stadt Zwickau wird zukünftig einmal pro Woche den Gedenkort für die NSU-Opfer am Schwanenteich pflegen.
Die Stadt Zwickau wird zukünftig einmal pro Woche den Gedenkort für die NSU-Opfer am Schwanenteich pflegen.  © Ralph Kunz

Wolfgang Wetzel (51, Grüne) hatte in einer Ratsanfrage kritisiert, dass vergammelte Blumen die Würde des Gedenkortes beschädigten.

Grund: Bürger hätten Angst, Vergammeltes zu entfernen, "da dies als Sachbeschädigung missinterpretiert werden könnte".

Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (40, CDU) verkündete daraufhin: Ab sofort werde der Gedenkort am Schwanenteich einmal pro Woche von der Stadt gepflegt.

Nachdem Unbekannte vergangenen Monat eine Gedenk-Eiche abgesägt hatten, wurden zehn neue Bäume zur Erinnerung an die Mordopfer der rechten Terrorzelle gepflanzt.

Der Gedenkort wurde Anfang November eingeweiht.
Der Gedenkort wurde Anfang November eingeweiht.  © Pro Picture/Ralph Köhler

Titelfoto: Ralph Kunz

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