Zwickaus Obdachlosenheim ist ein Brandschutz-Fiasko

Chemnitz/Zwickau - Gut fünfeinhalb Jahre dauert der Streit um das Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" nun schon (TAG24 berichtete). Die Stadt bemängelt den Brandschutz und die Wohnsituation am Standort in Zwickau-Pölbitz. Gleichzeitig fehlen ihr allerdings klare Lösungsansätze.

Heim-Chefin Kerstin Täuber (58).
Heim-Chefin Kerstin Täuber (58).  © Maik Börner

Wegen einer Nutzungsunterlassung klagt Heim-Chefin Kerstin Täuber (58) gegen die Stadt Zwickau. Vor dem Chemnitzer Verwaltungsgericht wurde schnell klar: Das Obdachlosenheim ist ein brandschutztechnisches Fiasko. Niemand könne für die Sicherheit der 28 Bewohner garantieren.

Zudem befinde sich das Obdachlosenheim in einem Gewerbegebiet, hätte wegen der Mietverträge der Bewohner allerdings Wohncharakter.

Seit 2013 streiten Stadt und Heim-Chefin Täuber um das Regenbogenhaus. Zur Zwangsausweisung der Bewohner ist es aber nie gekommen. "Wir können doch keinen auf die Straße setzen", sagten Vertreter des Bauordnungsamts.

Richterin Anette Ebner forderte beide Parteien auf, eine außergerichtliche Lösung anzustreben und die Thematik im Stadtrat zu debattieren. "Sonst sitzen wir bald wieder hier und nichts wird sich ändern."

Die Unterkunft in Zwickau-Pölbitz hat große Brandschutz-Mängel.
Die Unterkunft in Zwickau-Pölbitz hat große Brandschutz-Mängel.  © Maik Börner

Titelfoto: Maik Börner


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