Mordfall Heike Wunderlich: Der Mörder war angeblich nicht verhandlungsfähig

Rechtsanwalt Andreas Bönisch
(45) war einer der beiden Verteidiger
von Helmut S. (62). Er
sagt: "Mein Mandant war verteidigungsunfähig."
Rechtsanwalt Andreas Bönisch (45) war einer der beiden Verteidiger von Helmut S. (62). Er sagt: "Mein Mandant war verteidigungsunfähig."  © Ralph Koehler/Propicture

Zwickau - 42 Verhandlungstage, die es so vielleicht gar nicht hätte geben dürfen? Eine Woche nach dem Urteil im Marathon-Mordprozess gegen den zu lebenslanger Haft verurteilten Helmut S. (62) nährt dessen Verteidiger Andreas Bönisch (45) aus Gera neue Spekulationen.

"Mein Mandant war nicht verteidigungsfähig", sagt Bönisch. Begründung: Durch die Folgen eines Schlaganfalls sei Helmut S. nicht mehr in der Lage, in zusammenhängenden Sätzen zu reden und sich zu den Vorwürfen zu äußern. Er wird beschuldigt, im April 1987 die damals 18-jährige Heike Wunderlich in Plauen erst vergewaltigt und dann ermordet zu haben. Als Beweis diente seine DNA-Spur am Mordwerkzeug, dem zusammengeknoteten BH des Opfers.

Bönisch hat Revision eingereicht, wartet auf die schriftliche Begründung des Urteils. Solange diese nicht vorliege, möchte er sich zu weiteren Details nicht äußern.

Titelfoto: Ralph Koehler/Propicture


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