Einbrüche, Diebstähle und Gewalt: So kriminell war 2016

Polizeipräsident Reiner Seidlitz
Polizeipräsident Reiner Seidlitz  © Kristin Schmidt

Zwickau - Einbrüche, Diebstähle, Gewalt und Drogendelikte: Die Polizeidirektion Zwickau hat Bilanz zum Jahr 2016 gezogen und ist trotz Anstiegen zu einem positiven Ergebnis gekommen.

"Die Polizeidirektion Zwickau ist, gemessen an der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016, wiederholt die Direktion mit der niedrigsten Kriminalitätsrate in Sachsen", so Polizeisprecher Oliver Wurdack.

Auf 100.000 Einwohner gerechnet, kommt der Direktionsbereich auf 5782 Straftaten. Im Vergleich dazu liegt der gesamt Freistaat bei 7950 Straftaten. Die Aufklärungsquote ist zu 2015 von 60,4 Prozent auf 61,9 Prozent gestiegen.

Von den Städten haben Plauen (mit 10.946 Straftaten) und Zwickau (mit 8131 Straftaten) die Nase vorn. Ein weiterer Kriminalitätsschwerpunkt sind auch die Gemeinden entlang der Autobahnen.

Insgesamt konnten 13.187 Tatverdächtige ermittelt werden, dass sind 4,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Bei der Anzahl der Wohnungseinbrüche gibt es einen starken Anstieg.
Bei der Anzahl der Wohnungseinbrüche gibt es einen starken Anstieg.  © Polizei

Polizeipräsident Reiner Seidlitz: "Erfreulicherweise funktioniert die Zusammenarbeit mit der Bevölkerung weiterhin gut. So ist der fortwährende Anstieg der Aufklärungsquote unter anderem auf die bereitwillige Weitergabe von Informationen in Form von Zeugenhinweisen und Zeugenaussagen durch die Menschen im vogtländischen und Zwickauer Raum an die Polizei sowie auf die gute Arbeit der Beamtinnen und Beamten der Polizeidirektion Zwickau zurückzuführen. An diesem engen Miteinander mit dem Ziel der Verbesserung der Sicherheit wird die Polizei festhalten.“

Bei den Straftaten ist vor allem der Anstieg an Gewaltkriminalität um 10,5 Prozent von 751 (2015) auf 830 (2016) besorgniserregend. Dabei ist der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger von 22,8 auf 28,4 Prozent angestiegen.

Auch die Zahl der Wohnungseinbrüche ist rapide angestiegen, von 359 (2015) auf 450 (2016). "In Bezug auf die Einbrüche in Wohnungen ist festzustellen, dass diese insbesondere durch ausländische Banden oder auch Einzeltäter begangen wurden und zum Jahresende hin abnahmen", so die Polizei. Die Ermittlungen haben dabei ergeben, dass 47 Taten von Tätergruppen aus dem Balkanraum und 13 von Gruppen aus dem nordafrikanischen Raum begangen wurden.

Die Fälle von Autodiebstählen haben vergangenes Jahr mit 160 Fällen ebenfalls einen Höchststand erreicht. Die ermittelten Tatverdächtigen stammten dabei häufig aus dem ostmitteleurpäischen und baltischen Raum.

Rauschgiftdelikte bewegten sich dagegen 2016 etwa auf gleichbleibendem Niveau wie 2015.


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