Angeklagter gesteht Anschlag auf Asylheim

Die mutmaßlichen Brandstifter müssen sich nun in Zwickau vorm Landgericht verantworten.
Die mutmaßlichen Brandstifter müssen sich nun in Zwickau vorm Landgericht verantworten.

Zwickau - Beim Prozessauftakt um einen Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft in Crimmitschau hat einer der drei Angeklagten im Alter von 32 und 35 Jahren die Tat eingeräumt.

Vor dem Landgericht Zwickau erzählte der 32-jährige Angeklagte, er habe an dem betreffenden Abend mit den beiden anderen Angeklagten in seiner Wohnung etwas getrunken. Die Wohnung befindet sich demnach direkt gegenüber der Asylunterkunft. Dabei habe der älteste Täter gleich zu Beginn angekündigt, „das Ding wird heute Abend brennen.“

Die Angeklagten hätten aufgrund ihrer ausländerfeindlichen Gesinnung "Exempel statuieren wollen", sagte der Staatsanwalt in seiner Anklage. Menschliche Opfer in Folge eines unkontrollierbaren Brandes hätten sie dabei bewusst in Kauf genommen.

Die Männer stehen wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung an dem Heim in der Leipziger Straße in Crimmitschau vor Gericht.

Die beiden anderen Angeklagten (beide 35) schweigen bislang. Laut Anklageschrift sollen die Männer in der Nacht zum 12. November drei Brandflaschen gegen die Fassade geworfen haben.

Zu dem Zeitpunkt schliefen 39 Asylbewerber in dem Gebäude, die Hälfte davon Kinder. Verletzt wurde niemand, weil die Brandsätze erloschen oder ihr Ziel verfehlten.

Nach dem Anschlag: Ein verrußtes Fenster an der Asylunterkunft.
Nach dem Anschlag: Ein verrußtes Fenster an der Asylunterkunft.

Foto: Theo Stiegler, Thomas Michel


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