Sie stach auf ihren Ehemann ein: Drei Jahre Haft für Frau

Zwickau - Weil sie im Streit zwei Mal mit einem Messer auf ihren Ehemann losgegangen ist und ihn verletzt hat, muss eine 38 Jahre alte Frau aus Plauen drei Jahre ins Gefängnis.

Antonia M. (38) soll ihren eigenen Ehemann niedergestochen haben. Bislang schweigt sie zu den Vorwürfen.
Antonia M. (38) soll ihren eigenen Ehemann niedergestochen haben. Bislang schweigt sie zu den Vorwürfen.  © Ellen Liebner

Das Landgericht Zwickau verurteilte sie am Montag wegen gefährlicher Körperverletzung. Ursprünglich hatte die Anklage auf versuchten Totschlag gelautet.

"Ein Tötungsvorsatz war jedoch nicht nachweisbar", sagte ein Gerichtssprecher.

Zudem habe das Gericht die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet. Die Frau ist demnach seit vielen Jahren alkoholabhängig.

Das seit mehr als 20 Jahren liierte Paar geriet den Angaben zufolge unter Alkoholeinfluss regelmäßig in Streit.

Dabei soll die Deutsche dem 60-Jährigen im Mai 2018 von hinten in die Schulter und beim zweiten Mal im Juli 2019 von vorn in die Brust gestochen haben (TAG24 berichtete).

Der Mann erlitt dabei erhebliche Verletzungen. Dennoch entlastete er seine Frau im Zeugenstand zum Prozessauftakt Ende Januar und schilderte die Vorfälle als Notwehr.

Dem habe das Gericht zwar keinen Glauben geschenkt, erklärte der Sprecher. Doch die Beweislage sei dünn gewesen, da die Angeklagte geschwiegen und es keine weiteren Tatzeugen gegeben habe. Die beiden Töchter des Paares hätten von ihrem Zeugnisverweigerungsrecht Gebrauch gemacht.

Weil sie im Streit zweimal mit einem Messer auf ihren Ehemann losgegangen ist und ihn verletzt hat, muss eine 38 Jahre alte Frau aus Plauen drei Jahre ins Gefängnis.
Weil sie im Streit zweimal mit einem Messer auf ihren Ehemann losgegangen ist und ihn verletzt hat, muss eine 38 Jahre alte Frau aus Plauen drei Jahre ins Gefängnis.  © Uwe Meinhold

Titelfoto: Uwe Meinhold

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