Suff-Tat: Er erwürgte seine Freundin, nun muss er in den Knast

Zwickau - Alkoholiker Mario H. (49) aus Zwickau muss acht Jahre ins Gefängnis. Er hatte im Mai dieses Jahres seine Freundin Patrizia H. (46) im Sozialhaus "Zum Regenbogen" erwürgt (TAG24 berichtete).

Mario H. (49) wurde wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt.
Mario H. (49) wurde wegen Totschlags zu acht Jahren Haft verurteilt.  © Sven Gleisberg

Das Landgericht Zwickau verurteilte H. wegen Totschlags und nicht wegen Mordes, wie die Staatsanwaltschaft in ihrer Anklage gefordert hatte.

Am späten Abend des 4. Mai geriet das Paar in Streit. "Das war eine Hass-Liebe-Beziehung, die eskalierte", erklärt Landgerichtssprecher Altfrid Luthe. Mario H. schlug und würgte seine Freundin, bis sie starb. Während der Tat könnte der Obdachlose 4 Promille im Blut gehabt haben, das ergab eine Rückrechnung.

"Es gab keine Verurteilung wegen Mordes, weil das Gericht kein Mordmerkmal erkannt hat." Zwar habe er 3000 Euro von Patrizia H. geklaut, allerdings erst nach der Tat. Habgier war also kein Tatmotiv. Gegen 6 Uhr wählte er den Notruf. Weil er im Suff getötet hatte, in diesem Zustand vermindert schuldfähig war, wurde das Strafmaß auf acht Jahre reduziert.

Mindestens zwei Jahre muss Mario H. absitzen, danach landet er wegen seiner Alkoholsucht zwei Jahre in einer geschlossenen Entzugsklinik. "Dann wird eine Prognose abgegeben. Ist diese positiv, wird er nach vier Jahren auf Bewährung entlassen", so Luthe.

Die Tat passierte im Frühjahr im Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" in Zwickau.
Die Tat passierte im Frühjahr im Wohn- und Sozialhaus "Zum Regenbogen" in Zwickau.  © Maik Börner

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