Sächsischer Rapper rechnet mit seiner Stadt ab

Von Frank Harnack

Mit dem Trabbi "cruist" Smaxiz durch die Straßen.
Mit dem Trabbi "cruist" Smaxiz durch die Straßen.

Zwickau - An harten Worten lässt er es nicht fehlen. Rapper Smaxiz (26) alias Christopher Kühn aus Zwickau rechnet in seinem Song „Stadtbezirk“ ab. Mit seiner Heimatstadt.

Dabei sagt er: „Ich liebe Zwickau.“ Doch den frischgebackenen Papa regt vieles auf, was in der Stadt los ist. Oder vielmehr, was nicht los ist. Die fehlenden Angebote für junge Zwickauer spricht er an.

„Ich habe viele Freunde, die aus Zwickau weggegangen sind.“ Das spiegelt sich auch im Songtext wieder: „...während die Jugend auf der Straße hängt und einfach raus mag.“

Kühn thematisiert die geringe Wahlbeteiligung und Altersarmut. Alles Dinge, die im heutigen Zwickau Realität sind. Und die der Student der Westsächsischen Hochschule (Wirtschafts-Ingenieurwesen) gern ändern würde. Aber dazu bedarf es mehr als einen. „Viele sagen, es ändert sich sowieso nichts. Genau das ist aber der falsche Ansatz.“ Wenn sich mehr engagieren würden, ist Kühn überzeugt, könnte man Zwickau auch verändern.

Mit seinem Song und dem dazugehörigen Video will er Denkanstöße geben, die Leute aufwecken. „Ohne jemanden damit manipulieren zu wollen“, betont er.

Damit sich in Zwickau bald etwas ändert.

Ungewöhnliche Liebeserklärung an Zwickau: Rapper Smaxiz (26) alias Christopher Kühn auf dem Rathausbalkon „seiner“ Stadt.
Ungewöhnliche Liebeserklärung an Zwickau: Rapper Smaxiz (26) alias Christopher Kühn auf dem Rathausbalkon „seiner“ Stadt.

Fotos: Sven Gleisberg


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