Platzt in Zwickau eine Millionen-Sanierung?

Während um die Tram-Linienführung am Bahnhof noch gestritten wird, stehen die Gleisarbeiten in Eckersbach kurz vor dem Ende.
Während um die Tram-Linienführung am Bahnhof noch gestritten wird, stehen die Gleisarbeiten in Eckersbach kurz vor dem Ende.  © Peter Zschage

Zwickau: Platzt das Prestigeobjekt Bahnhofsvorstadt? Für zwölf Millionen Euro sollte das Zwickauer Viertel saniert werden (MOPO berichtete). Doch jetzt kommt raus: Der Beschluss dazu wird nun doch nicht wie geplant im September gefasst. Frühestens im Oktober soll es so weit sein.

"Ein Unding", schimpft Jens Heinzig (54), Chef der SPD-Stadtratsfraktion. Doch der Finanzausschuss hat erst einmal eine weitere Lesung des Beschlusses beantragt. Hintergrund ist der Streit um die Linienführung der Straßenbahn. 

Der spaltet derzeit den Stadtrat. SPD und die Bürger für Zwickau/Grüne wollen eine Tramlinie, die nicht wie bisher am Bahnhof endet, sondern durchgängig von Pölbitz nach Marienthal fährt. Linke und AfD sind dagegen. 

Jens Heinzig (54), Chef der SPD-Fraktion im Stadtrat vor dem Bahnhofsgebäude. Er will künftig eine durchgehende Tramlinie.
Jens Heinzig (54), Chef der SPD-Fraktion im Stadtrat vor dem Bahnhofsgebäude. Er will künftig eine durchgehende Tramlinie.  © Peter Zschage

Die CDU hat sich noch nicht entscheiden können. "Unabhängig davon, wofür wir uns entscheiden - wir brauchen endlich eine Entscheidung", sagt Heinzig.

Kostbare Zeit geht bereits jetzt verloren. Das Rathaus beruhigt. 

Sprecherin Heinke Reinke: "Nach derzeitigem Stand sollen im Jahr 2017 die Planungsleistungen öffentlich ausgeschrieben werden, sodass die Verschiebung der Entscheidung von September auf Oktober keine Verzögerung für das Projekt an sich bedeutet."

Titelfoto: Peter Zschage


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