Eiskalt abserviert! Koch spielt keine Rolle mehr beim FSV

Zwickau – Als sich Robert Koch im Oktober das Kreuzband im linken Knie riss, war der Schock beim FSV Zwickau riesengroß. Fast genauso groß waren die Reden, die geschwungen wurden, um dem Angreifer Hoffnung auf einen neuen Vertrag zu machen. Alles Schall und Rauch!

Robert Koch ackert in der Reha für sein Comeback, nun aber will der FSV den Ex-Dynamo nicht mehr.
Robert Koch ackert in der Reha für sein Comeback, nun aber will der FSV den Ex-Dynamo nicht mehr.  © Lutz Hentschel

Robert Koch arbeitete seit Ende November hart für ein schnelles Comeback und eine Vertragsverlängerung. Wegen Rückenproblemen verschob sich die Rückkehr ins Mannschaftstraining. "Kochi" war dennoch stets nah am Team, suchte den Kontakt zu den Kollegen und fieberte zu den Heimspielen im Stadion mit. So auch letzten Sonntag gegen Osnabrück.

Danach blieb der 32-Jährige in der Stadt, weil am Folgetag ein Termin beim Mannschaftsarzt anstand. Anschließend ging's zu Sportdirektor David Wagner – mit einem flauen Gefühl.

"Die Vertragsgespräche waren für Februar angesetzt, doch wegen der unklaren Trainerfrage auf März verschoben worden. Als klar war, dass Joe Enochs im Sommer übernimmt und trotzdem kein Kontakt gesucht wurde, wusste ich, dass man nicht verlängern will", so Koch.

Die ursprünglichen Treueschwüre waren für ihn nichts weiter als ein Pfeifen im Walde: "In der Nachbetrachtung sind die Aussagen sehr grenzwertig gewesen. Ich bin dem FSV dennoch dankbar für die schöne Zeit, die ich hier hatte."

Koch wäre nicht Koch, würde er jetzt den Kopf in den Sand stecken. "Ich habe große Lust, in der neuen Saison wieder voll anzugreifen, führe ich Gespräche mit vielen Vereinen. Weil ich keinen Spielervermittler habe, bin ich ja quasi mein eigener Berater", scherzt der gebürtige Löbauer.

Die Spielklasse ist sekundär. "Klar würde ich weiterhin gerne in der 3. Liga spielen. Ich kann mir aber auch einen Regionalligisten vorstellen. Gerade die Nordost-Staffel ist da sehr interessant, denn dort gibt es nächstes Jahr einen direkten Aufsteiger. Meine Familie würde auch einen Wechsel weiter weg von der Heimat unterstützen. Selbst das Ausland wäre für uns vorstellbar", so der zweifache Familienvater.


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