Start war "ärgerlich und dumm": FSV erst dank Eisele wieder in der Spur

Mike Könnecke, Ronny König und Fabian Eisele (v.l.) konnten in Erfurt jubeln - auch wenn nicht alles perfekt lief.
Mike Könnecke, Ronny König und Fabian Eisele (v.l.) konnten in Erfurt jubeln - auch wenn nicht alles perfekt lief.  © Picture Point

Zwickau – Reden wir nicht lange um den heißen Brei herum: Der Auswärtssieg bei Rot-Weiß Erfurt, er war mehr wert als drei Punkte! Die Verfolger Erfurt, Bremen II. und Osnabrück wurden distanziert, die Attacke von Verfolger Chemnitz pariert. Mal abgesehen davon war es der erste Auswärtssieg seit Mitte September 2017 (3:1 in Münster).

In Zwickau hebt jetzt niemand ab. "Wir haben zu viel spielerisch lösen wollen. Das war schlecht von uns, denn dadurch lädst du zu Chancen ein und baust einen Gegner wie Erfurt auf", bemängelte Ronny König direkt nach dem 3:0 in den Katakomben des Steigerwaldstadions.

In der ersten halben Stunde musste man sich um die Westsachsen durchaus seine Sorgen machen. Erfurt wirkte einfach griffiger und galliger, ging beherzter in die Zweikämpfe und trieb Torsten Ziegner damit die Sorgenfalten auf die Stirn. "Das war ärgerlich, denn es war dumm von uns. Bei gegnerischem Ballbesitz hat die Aufmerksamkeit gefehlt. Wir wollten eng am Mann stehen, aggressiv gegen den Ball spielen und in den Zweikämpfen rigoros sein. Stattdessen kamen wir immer einen Schritt zu spät", erlebte der FSV-Coach zunächst ein Déjà-vu: "Das waren genau die Dinge, für die wir in Lotte bestraft wurden."

Dass es diesmal anders kam als noch zum Jahresauftakt bei den Sportfreunden Lotte (0:1), war Fabian Eisele geschuldet. Der Angreifer fungierte mit seinem Führungstreffer in der 35. Spielminute als Dosenöffner. "Das 1:0 kam genau richtig, weil es Erfurt ein bisschen den Zahn gezogen hat", berichtet Eiseles Sturmpartner König.

Selbst die fragwürdige Rote Karte gegen Nils Miatke habe die Westsachsen danach nicht mehr aus der Spur bringen können (TAG24 berichtete): "Ich glaube, dass war mehr ein Knackpunkt für uns. Denn nun hieß es, jetzt erst recht! Dann gibt man automatisch noch mehr, weil man weiß, dass einer weniger auf dem Platz ist."

Ihm selbst scheinen Thüringer Teams zu liegen. Von neun Drittligatreffern erzielte „King“ vier gegen Jena und Erfurt – jeweils per Doppelpack. Den ersten in der Hinrunde gegen Carl Zeiss Jena (2:1) und den zweiten am Sonntag in Erfurt.


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