Zecken-Alarm in Westsachsen: FSME-Risiko steigt!

Zwickau - Großer Zeckenalarm in Westsachsen! Das Robert-Koch-Institut aus Berlin hat den Landkreis Zwickau jetzt als Hochrisikogebiet für die von Zecken übertragene Krankheit FSME, der Frühsommer-Meningoenzephalitis (Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten) ausgewiesen. Bei schwerem Verlauf kann diese zum Tode führen.

Für die Amtsärztin des Landkreises Zwickau, Carina Pilling (56), führt kein Weg an einer Impfung vorbei, um sich vor der durch Zecken übertragenen Krankheit FSME schützen zu können.
Für die Amtsärztin des Landkreises Zwickau, Carina Pilling (56), führt kein Weg an einer Impfung vorbei, um sich vor der durch Zecken übertragenen Krankheit FSME schützen zu können.  © Ralph Köhler/propicture

"Der beste Schutz vor FSME ist eine Impfung", sagt Amtsärztin Carina Pilling (56) und schließt sich damit der Empfehlung der sächsischen Impfkommission an.

Denn klar ist: Vor Zecken allgemein kann der Landkreis die Bevölkerung nicht schützen. "Hier gilt für jede Bürgerin und jeden Bürger Selbstschutz."

In Panik muss jetzt aber kein Zwickauer verfallen. Seit 2010 wurden im Landkreis lediglich vier Fälle von FSME registriert. Trotzdem gilt oberste Wachsamkeit, zumal Zecken ja auch mit der Borreliose eine zweite Krankheit übertragen können.

"Und gegen die gibt es keine Impfung." In Sachsen wurden bis Juni dieses Jahres schon über 370 Borreliose-Erkrankungen registriert - 100 mehr als im Vergleichszeitraum 2017.

Aufgrund der Einstufung als FSME-Risikogebiet übernehmen die gesetzlichen Krankenversicherer die Kosten für die Impfung.

Die sind im Rahmen der Impfsprechstunde des Landkreises (dienstags 15 bis 17 Uhr) im Verwaltungszentrum Werdauer Straße in Zwickau möglich.

Nach einem Aufenthalt in freier Natur sollte man seinen Körper gründlich nach Zecken absuchen, und bei einem Fund diese dann vorsichtig entfernen. Am besten dazu geeignet sind eine Zeckenzange oder -karte.
Nach einem Aufenthalt in freier Natur sollte man seinen Körper gründlich nach Zecken absuchen, und bei einem Fund diese dann vorsichtig entfernen. Am besten dazu geeignet sind eine Zeckenzange oder -karte.  © Archiv

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