Zu ihrem eigenen Schutz: Politiker wollen Busfahrer einsperren und überwachen

Zwickau - Rund 32.000 Menschen fahren täglich in der Muldestadt mit Bus und Bahn. Nicht jeder hat nur Gutes im Sinn - deswegen will die CDU die Fahrer vor allem in Bussen besser schützen.

Rund 32.000 Fahrgäste haben die Zwickauer Verkehrsbetriebe täglich. Jetzt soll es mehr Sicherheit auf den Linien geben.
Rund 32.000 Fahrgäste haben die Zwickauer Verkehrsbetriebe täglich. Jetzt soll es mehr Sicherheit auf den Linien geben.  © Peter Zschage

Thomas Beierlein (69) ist der Fraktions-Chef der CDU in Zwickau. Er hat für die nächste Stadtrats-Sitzung einen Antrag eingereicht, die Sicherheit in den Bussen der Stadt zu verbessern.

Er fordert: "Als Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit ist die Einführung von Videotechnik zur Überwachung der Fahrzeuge geplant. Zudem sollen bei den Straßenbahnen geschlossene Fahrerkabinen nachgerüstet werden."

Beierlein und seine Fraktionskollegen wollen aber noch mehr: "Daneben sollte jedoch auch über eine Bestreifung der Busse und Bahnen durch die Polizei und den Stadtordnungsdienst nachgedacht werden." Erst im Februar hatten drei Jugendliche in einem Bus randaliert, danach den Fahrer attackiert.

Ein Kriminalitäts-Schwerpunkt ist der Nahverkehr aber noch nicht. Polizeisprecher Oliver Wurdak (39): "Es geht in größeren Städten der Trend generell dahin, die Fahrer mehr zu schützen. Prävention ist grundsätzlich immer zu begrüßen."

Vorbild sind Chemnitz und Plauen. Hier fahren bereits Busse mit vollverglasten Fahrerkabinen durch die Stadt, in Chemnitz gibt es vier Mal jährlich gemeinsame Groß-Kontrollen von CVAG und Polizei

Thomas Beierlein (69, M.) und seine CDU-Fraktion wollen die Zwickauer Busfahrer besser vor Übergriffen schützen.
Thomas Beierlein (69, M.) und seine CDU-Fraktion wollen die Zwickauer Busfahrer besser vor Übergriffen schützen.  © Sven Gleisberg
In Plauen fahren die meisten Busse bereits mit vollverglasten Kabinen durch die Stadt.
In Plauen fahren die meisten Busse bereits mit vollverglasten Kabinen durch die Stadt.  © Ellen Liebner