Weil sie hier zu wenig verdienen: Immer mehr Sachsen pendeln in den Westen

Zwickau - Hartes Brot: Rund 70.600 Sachsen pendeln täglich zur Arbeit in andere Bundesländer, vor allem nach Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Sabine Zimmermann (59, Linke) fordert höhere Löhne, damit mehr Arbeitnehmer in Sachsen bleiben.
Sabine Zimmermann (59, Linke) fordert höhere Löhne, damit mehr Arbeitnehmer in Sachsen bleiben.  © Uwe Meinhold

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sabine Zimmermann (59) aus Zwickau fordert darum "endlich höhere Löhne in Sachsen". Dies müsse ein Ziel von Bundes- und Landesregierung sein.

Die Zahl der Pendler steigt. Vor 20 Jahren arbeiten nur 53.300 Sachsen in anderen Bundesländern. Sabine Zimmermann sieht die Arbeitnehmer in der Zwickmühle: "Sie sind heimatverbunden, sonst würden sie wegziehen. Aber viele können es sich nicht leisten, in Sachsen zu arbeiten, weil das Gehalt zu gering ist."

Zimmermann verbindet ihre Forderung mit einer Kritik an den Rückkehrer-Programmen der Landesregierung: "Endlich höhere Löhne sind das einzig wirksame Rückkehrerprogramm."

Dass sich Arbeit im Westen immer noch lohnt, zeigt der aktuelle Gehalts-Median (Mittelwert). Dieser liegt in Bayern bei 3449 Euro, im gesamten Westen bei 3304 Euro und in Sachsen bei 2587 Euro.

Selbst in den östlichen Bundesländern locken teilweise höhere Löhne.

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