So will Zwickau zehn Millionen Euro verteilen

Zwickau - Wenn am 22. März der Zwickauer Stadtrat beginnt, steht richtig viel Geld auf der Tagesordnung: Finanzbürgermeister Bernd Meyer (66) will knapp zehn Millionen Euro an städtische Firmen auszahlen. Vor allem, um Defizite auszugleichen.

Finanzbürgermeister Bernd Meyer (66) will knapp zehn Millionen Euro an die städtischen Gesellschaften verteilen.
Finanzbürgermeister Bernd Meyer (66) will knapp zehn Millionen Euro an die städtischen Gesellschaften verteilen.  © Klaus Jedlicka

Den größten Batzen Geld kassiert die "Theater Plauen-Zwickau gGmbH". 4,438 Millionen Euro sind als Zuschuss für 2018 vorgesehen. Die städtischen Bäder kassieren 1,848 Millionen Euro, für den Kultur-, Tourismus- und Messebetrieb soll es 1,263 Millionen Euro geben.

Auch das August-Horch-Museum wird wieder unterstützt (529.000 Euro). Hier hatten die jährlichen Unterstützungen 1999 mit 409.000 Euro begonnen, nach der Erweiterung des Museums stieg dieser Betrag noch einmal an.

Auch für das Puppentheater öffnet sich der Stadtsäckel, 619.000 Euro sind geplant. Und eine Zusatzzahlung - im Antrag heißt es: "Im Rahmen der Sanierung erhält die Gesellschaft eine Ausgleichszahlung in Höhe von 100.000 Euro für Technik und Ausstattung."

Auch beim Stadion muss die Stadt mit 867.000 Euro zubuttern. Denn bisher konnte die Betriebsgesellschaft keinen Namens-Sponsor für die Arena auftreiben, außerdem hinken die Werbe-Einnahmen generell zurück. Ende in Sicht herrscht hingegen bei der "Stadt- und Regionalbahn Projektgesellschaft Zwickau mbH": Die städtische Tochter war für den Bau des rund 35 Millionen Euro teuren B93-Tunnels gegründet worden. Seit 2008 ist die Gesellschaft in Liquidation, wurde jahrelang nur wegen Streitigkeiten vor Gericht am Leben gehalten.

Gab es 2016 noch 277.000 Euro, sind es 2018 nur noch 59.000 Euro. Bis Jahresende soll die Gesellschaft komplett abgewickelt sein.

Kultur kostet Geld: Damit es auch 2018 Aufführungen wie "Charleys Tante" geben kann, will das Rathaus mehr als vier Millionen Euro zuschießen.
Kultur kostet Geld: Damit es auch 2018 Aufführungen wie "Charleys Tante" geben kann, will das Rathaus mehr als vier Millionen Euro zuschießen.
Mit Drittliga-Fußball lässt sich nicht alles finanzieren. Die Betreibergesellschaft des neuen Stadions kassiert nach Willen des Finanzbürgermeisters knapp 900.000 Euro.
Mit Drittliga-Fußball lässt sich nicht alles finanzieren. Die Betreibergesellschaft des neuen Stadions kassiert nach Willen des Finanzbürgermeisters knapp 900.000 Euro.  © Uwe Meinhold

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0