Verbraucherzentrale zerrt Sparkasse vor Gericht

Die sächsische Verbraucherzentrale zieht gegen die Zwickauer Sparkasse vor Gericht.
Die sächsische Verbraucherzentrale zieht gegen die Zwickauer Sparkasse vor Gericht.  © Ralf Seegers

Zwickau - Die sächsische Verbraucherzentrale (VZ) zieht gegen die Zwickauer Sparkasse vor Gericht.

Grund: Das Geldinstitut will die alten Prämiensparverträge kündigen, weil diese mittlerweile ein Minusgeschäft geworden sind.

Die Sparkasse begründet die Kündigungen mit den langanhaltenden Niedrigzinsen. "Anfang der 90er-Jahre haben die Kunden noch keine Prämien bekommen, mittlerweile schütten die Anlagen aber lukrative Boni aus", erklärt Michael Hummel (42), Referatsleiter Recht in der VZ.

Chancen sehen die Verbraucherschützer, weil Kündigungen in den Verträgen nicht einheitlich geregelt sind. "Es gibt fünf verschiedene Vertragsformulare", erklärt Hummel. "Etwa mit fester Laufzeit bis 99 Jahre. Manchmal ist gar kein Kündigungsrecht geregelt."

Demnächst sollen die ersten Klagen am Amtsgericht eingereicht werden.


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