Schwerverletzter flüchtet hinkend vor Polizei

Ein Opelfahrer (46) aus Chemnitz baute auf der A 72 bei Treuen einen schlimmen Unfall. Doch dann versuchte der Schwerverletzte noch zu flüchten.
Ein Opelfahrer (46) aus Chemnitz baute auf der A 72 bei Treuen einen schlimmen Unfall. Doch dann versuchte der Schwerverletzte noch zu flüchten.

Von Bernd Rippert

Treuen – Wie schräg ist das denn? Ein Opelfahrer (46) aus Chemnitz baute auf der A 72 bei Treuen einen schlimmen Unfall. Doch dann versuchte der Schwerverletzte noch zu flüchten, denn er hatte einiges auf dem Kerbholz.

Am Vormittag war der Fahrer mit seinem Opel Omega auf der Autobahn in Richtung Chemnitz unterwegs. Kurz hinter der Abfahrt Treuen kam der Wagen ins Schleudern und rammte einen vor ihm fahrenden Audi (Fahrer: 54). Doch das war noch längst nicht alles. Der Opel schoss nach rechts von der Fahrbahn, pflügte durch die Böschung, überschlug sich, schleuderte zurück auf die Autobahn und blieb mit der Front zur Mittelleitplanke quer zur Fahrbahn liegen.

Der Fahrer erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen. Dennoch stieg er aus seinem Wrack aus und versuchte hinkend zu flüchten. Die inzwischen eingetroffene Polizei konnte den Mann nach rund 500 Metern stoppen.

Die Gründe für seine abenteuerliche Flucht waren schnell gefunden: Der Opel war seit Juli stillgelegt, die Kennzeichen gestohlen. Außerdem besitzt der Unfallfahrer keinen Führerschein und er stank nach Alkohol. Ein Alkotest war wegen der schweren Verletzungen nicht möglich.

Der Sachschaden bei dem Unfall betrug 2.300 Euro. Viel schlimmer: Die A 72 musste für zweieinhalb Stunden gesperrt werden. Es entstand ein acht Kilometer langer Stau.

Foto: Polizei Zwickau


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