In dieser Stadt in Sachsen sollen die Kitabeiträge steigen

Die kommunale Kita Oberhohndorf. Ab nächstem Jahr sollen die Elternbeiträge in Zwickau steigen.
Die kommunale Kita Oberhohndorf. Ab nächstem Jahr sollen die Elternbeiträge in Zwickau steigen.  © Sven Gleisberg

Zwickau - Heikles Thema auf der Tagesordnung des nächsten Zwickauer Stadtrats. Die Elternbeiträge für kommunale Kitas sollen steigen. Statt 210,16 Euro kostet die Krippe (9-Stunden-Betreuung) künftig 221,13 Euro. Der Beitrag für den Kindergarten klettert von 116,13 Euro auf 125,14. Euro.

Hintergrund: die jährlich steigenden Sach- und Personalkosten. Hier will die Stadt erstmals seit drei Jahren eine Anpassung vornehmen. Das "Ja" des Stadtrates zu dieser Vorlage der Verwaltung gilt als so gut wie sicher. Selbst Stadtrat Sven Wöhl von den sozial stark engagierten Linken hat für den Preissprung Verständnis. "Wenn die Betriebskosten steigen, muss man erhöhen."

Eine ganz andere Idee hat seine Stadtratskollegin Julia Drechsel (27/Bürger für Zwickau): "Ich würde mir wünschen, dass die Kosten für die Elternbeiträge in Kitas irgendwann einmal die Stadt selbst tragen könnte. So wie in einigen anderen Bundesländern auch." So gibt es in Berlin eine Beitragsbefreiung für die vier Jahre vor der Einschulung. In Rheinland-Pfalz sind Kinder ab zwei Jahren beitragsfrei.

Und Sachsen-Anhalt plant, ab 2018 das zweite Kind einer Familie beitragsfrei zu stellen. Wöhl hält das für unrealistisch: "Ich weiß gar nicht, ob so etwas bei uns rechtlich möglich ist."


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