Zwickau kämpft gegen ein dreckiges Problem

Übervolle Papierkörbe, Dreck und Unrat auf dem Gehweg: Vor allem am Wochenende verkommt die Zwickauer Innenstadt zur Müllhalde.
Übervolle Papierkörbe, Dreck und Unrat auf dem Gehweg: Vor allem am Wochenende verkommt die Zwickauer Innenstadt zur Müllhalde.

Zwickau - Die Innere Plauensche Straße in Zwickau, sonntags: Spaziergänger sehen unweigerlich das Dilemma. Überquellende Papierkörbe, dazu Dreck und Unrat überall verstreut. Von der Stadtreinigung ist weit und breit nichts zu sehen.

Stadtrat Friedrich Hähner-Springmühl (69, CDU) hat diesem "immer wiederkehrenden Ärgernis" den Kampf angesagt. Nun auch öffentlich.

"Seit Jahren prangere ich diese Missstände bei der Stadtverwaltung an, nichts tut sich", beschwert er sich.

Die zuständige Baubürgermeisterin Kathrin Köhler (39, CDU) macht ihm wenig Hoffnung, dass sich daran in diesem Jahr noch etwas ändern wird.

"Es ist keine Leerung der Mülltonnen am Sonntag vorgesehen", sagt sie.

Erst wenn der Vertrag mit für die Entleerung zuständigen Zwickauer Umweltdienste GmbH für 2018 neu ausgehandelt wird, könnte das zum Thema werden.

CDU-Stadtrat Friedrich Hähner-Springmühl (69) kämpft gegen die zunehmende Vermüllung der Zwickauer Innenstadt.
CDU-Stadtrat Friedrich Hähner-Springmühl (69) kämpft gegen die zunehmende Vermüllung der Zwickauer Innenstadt.  © Sven Gleisberg

Aber: "Zusätzliche Entleerungen kosten Geld."

Hähner-Springmühl hat einen anderen Vorschlag.

"Wenn die Leerung am Sonnabend nach 18 Uhr erfolgen würde, gäbe es sonntags keine vollen Papierkörbe", argumentiert er.

Für ihn die einfachste Lösung.

Das die Verwaltung da nicht mitgeht, ist ihm unverständlich.

"Einerseits will man eine saubere Stadt, andererseits verweigert man sich, die Vermüllung der Innenstadt zu klären."


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