Nahles und Heil bei VW: Wie läuft der Umbau zum Elektro-Standort?

Zwickau - Das VW-Werk wird elektrisch. Um zu sehen, wie es mit dem Umbau der Fabrik steht, besuchten die SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles (48) und Arbeitsminister Hubertus Heil (46, SPD) das Werk in Mosel - und staunten über die vielen Maßnahmen, um rund 8000 Mitarbeiter e-mobil-fit zu machen.

Hubertus Heil (46, SPD) und Andrea Nahles (48, SPD) im VW-Werk in Mosel.
Hubertus Heil (46, SPD) und Andrea Nahles (48, SPD) im VW-Werk in Mosel.  © frank schneider

Ab Ende 2019 baut VW in Zwickau keine Golf oder Passat mehr, sondern nur noch E-Autos - für VW den Kompaktwagen Neo, den Crozz und einen zweiten SUV, einen Seat-Kompaktwagen und zwei Audi-SUV. Dazu müssen die Mitarbeiter umgeschult werden.

Die Politiker aus Berlin schauten sich einige Qualifizierungsangebote an. Andrea Nahles und Hubertus Heil konnten auch die Roboter anfassen, die künftig mit den Menschen die neuen E-Mobile bauen werden. Zudem sprachen sie über das neue Qualifizierungschancengesetz, das die Weiterbildung der Mitarbeiter erleichtern soll.

Für Andrea Nahles steht die Autoindustrie vor großen Herausforderungen. Damit auch 2030 die besten Autos der Welt in Deutschland gebaut würden, schlug sie "eine Industriepartnerschaft auf höchster politischer Ebene" vor. VW-Personalvorstand Gunnar Kilian (43) und der Konzernbetriebsratsvorsitzende Bernd Osterloh (62) lobten die Initiativen. Osterloh sagte: "Das Gesetz gibt uns Schub für den Umbau."

Die Elektrifizierung in Zwickau kostet den Konzern rund 1,2 Milliarden Euro. Ziel ist der Bau von bis zu 330.000 E-Autos pro Jahr. 2017 fertigte VW in Zwickau 290.000 Golf und Passat.

Ab Ende 2019 werden im VW-Werk in Zwickau E-Autos gebaut.
Ab Ende 2019 werden im VW-Werk in Zwickau E-Autos gebaut.  © frank schneider

Titelfoto: frank schneider


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