Hochschule testet Hightech-Helme für die Feuerwehr

Zwickau - Feuerwehrmänner setzen ihr Leben für uns tagtäglich aufs Spiel. Eine Atemschutzmaske mit Datenbrille soll ihnen den Einsatz in verrauchten Gebäuden erleichtert. Entworfen wurde sie an der Westsächsischen Hochschule Zwickau (WHZ). Früher oder später soll sie in Serie gehen.

Rigo Herold (38, r.), WHZ-Professor für Digitale Systeme, und Mitarbeiter Falk Weidenmüller haben eine Atemmaske mit integrierter Datenbrille entwickelt.
Rigo Herold (38, r.), WHZ-Professor für Digitale Systeme, und Mitarbeiter Falk Weidenmüller haben eine Atemmaske mit integrierter Datenbrille entwickelt.  © Pro Picture/Ralph Köhler

"Wenn es in Gebäuden brennt, sehen Feuerwehrleute kaum die Hand vor ihren eigenen Augen", sagt WHZ-Professor Rigo Herold (38). Trupps aus je zwei Rettungskräften führen die Suche nach Hilfebedürftigen durch Abtasten durch. Nicht selten verlieren sie den Kontakt zueinander, was tödliche Folgen haben kann. Die Hightech-Maske der WHZ soll das verhindern.

In der Atemschutzmaske befindet sich eine Datenbrille. "Sie funktioniert wie ein Head-up-Display im Auto." Dort werden Fluchtplan, Position oder Kommandos des Einsatzleiters angezeigt.

Damit die Navigation in Gebäuden tatsächlich funktioniert, braucht es Daten. Diese sind im Idealfall im Gebäude hinterlegt. "Beispielsweise könnte man die in Rauchmeldern hinterlegen", so Herold. Das Zusammenspiel läuft dann im Sender-Empfänger-Prinzip. Sogenannte Funkknoten sollen im Feuerwehranzug untergebracht werden.

Im Institut für Feuerwehr und Rettungstechnologie Dortmund wird das System zukünftig getestet. Um bundesweit die Werbetrommel für die Hightech-Maske zu rühren, reist Prof. Herold am Wochenende zur Hannover Messe. Dort stellt er den 1250 Euro teuren Prototypen vor.

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