Zu wenige Ärzte für die Muldenstadt

Anwohner Dieter Gündel (65) hatte selbst Schwierigkeiten, einen neuen Hausarzt zu finden.
Anwohner Dieter Gündel (65) hatte selbst Schwierigkeiten, einen neuen Hausarzt zu finden.  © Sven Gleisberg

Zwickau - Westsachsen droht die ärztliche Unterversorgung! 

Das gab die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen bekannt. Demnach fehlen der Stadt derzeit sieben Allgemeinmediziner. Nun soll der Nachwuchs eine Chance bekommen.

Die Arztpraxis von Dr. Christa Lenk im Zwickauer Stadtteil Planitz ist seit über zwei Jahren geschlossen. Einen Nachfolger für die hausärztliche Versorgung gibt es bisher nicht. 

Kein Einzelfall - immer mehr Mediziner gehen in den Ruhestand. Ärzte-Nachwuchs kommt dagegen kaum in die Region. Die Kassenärztliche Vereinigung schafft jetzt größere Anreize: „Wir haben in unserem jährlichen Report eine drohende ärztliche Unterversorgung in Zwickau festgestellt. 

Darum möchten wir im kommenden Jahr sieben junge Mediziner mit Investitionskostenzuschüssen fördern“, erklärt Sprecher Ingo Mohn. Konkret bedeutet das bis zu 60.000 Euro für Praxis-Neugründungen und bis zu 6000 Euro für die Eröffnung von Zweigpraxen. Auch ein Praxis-Pkw kann gefördert werden.

Dass weitere Hausarztpraxen dringend nötig sind, bestätigt auch der Zwickauer Dieter Gündel (65). Bis zuletzt war der Rentner Patient in der geschlossenen Praxis von Christa Lenk, hatte Schwierigkeiten, danach einen neuen Arzt zu finden. 

„In eine andere Praxis reinzukommen war fast unmöglich. Kein Arzt nimmt neue Patienten an.“ Mit der lukrativen Förderung soll dieser Notstand bald ein Ende haben.

Geht es nach der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen soll hier bald ein junger Allgemeinmediziner einziehen.
Geht es nach der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen soll hier bald ein junger Allgemeinmediziner einziehen.  © Sven Gleisberg

WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0