Zwickauer Baulöwe lässt „Block 26“ abschrauben

Der „Block 26“ ist eins der spektakulärsten Objekte des Unternehmers. Jetzt wurde es verkauft.
Der „Block 26“ ist eins der spektakulärsten Objekte des Unternehmers. Jetzt wurde es verkauft.

Von Ronny Licht

Zwickau - In Zwickau verschwindet derzeit ein Stück Stadtgeschichte: Arbeiter montieren das Containergebäude „Block 26“ in der Peter-Breuer-Straße ab.

Der ehemalige Besitzer ist Kurt Fliegerbauer (63), Zwickaus bekanntester Baulöwe. Bis vor zwei Jahren nutzte der Architekt die Container als Büro, bevor er in neue Räume zog.

„Durch Zufall fand sich ein Interessent. Der Spediteur will das Container-Haus jetzt bei sich neu aufstellen lassen“, sagt Fliegerbauer. Für den Unternehmer ist der Verkauf in Ordnung: „Leerstand kostet Geld.“ Jetzt wartet er auf die Entscheidung der Stadt, ob gegenüber ein Supermarkt entstehen soll. „Die Fläche würde ich dann als Parkplatz nutzen“, plant der 63-Jährige im Voraus.

„Einen Plan B gibt es nicht, sollte der Markt nicht kommen.“
„Einen Plan B gibt es nicht, sollte der Markt nicht kommen.“

„Einen Plan B gibt es nicht, sollte der Markt nicht kommen.“

Kurt Fliegerbauer geriet 2000 in die Schlagzeilen, als er sich öffentlich als Mitglied der umstrittenen Glaubensgemeinschaft „Scientology“ outete.

Sein Container-Bau war im Jahr 2006 mit großen Ambitionen eingeweiht worden. Kleinkünstler und Handwerker sollten sich dort ansiedeln, auch mit der Textilfachschule in Schneeberg stand Fliegerbauer in Kontakt.

Doch er hat resigniert: „In dieser Straße funktioniert nichts. Kein Handel, keine Gastronomie.“ Ins Jahr 2016 blickt er optimistisch: „Wir haben einige neue Projekte in Planung.“

Fotos: Ralph Köhler/propicture


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