Erste Jecken-Bilanz: Weniger Rettungs-Einsätze, aber zwei schwere Unfälle

Köln – Die Stadt Köln hat am Sonntagnachmittag eine erste Zwischenbilanz des 11.11. gezogen. Bis 16 Uhr gab es weniger Rettungseinsätze als im Vorjahr. Zwei Männer (22,25) wurden durch Stürze schwer verletzt. Bis zum Abend wurden sieben Sexualdelikte angezeigt.

Während noch viele Jecken feierten, zog die Stadt Köln am 11.11. gegen 16 Uhr ein erstes Zwischenfazit.
Während noch viele Jecken feierten, zog die Stadt Köln am 11.11. gegen 16 Uhr ein erstes Zwischenfazit.  © DPA

Wie gewohnt drängten die Jecken am Sonntagmorgen zu den verschiedenen Feier-Hotspots in der Kölner City. Die Stadt versuchte durch Sperrungen und Aufrufe in den sozialen Medien, die Karnevalisten möglichst gleichmäßig zu verteilen.

Dies gelang jedoch im Bereich der Zülpicher Straße nicht. Aufgrund des großen Andrangs wurde das Viertel ebenso wie der Alter Markt und der Heumarkt zwischenzeitlich gesperrt. Auch wegen des regnerischen Wetters entspannte sich die Lage am Nachmittag.

Laut Stadt waren in diesem Jahr besonders viele Jugendliche in der Kölner City unterwegs, die hinsichtlich des Alkoholkonsums durch Streetworker und Ordnungsdienst betreut wurden.

Generell bezeichnete die Stadt Köln das Geschehen zwischen 7 und 16 Uhr als "relativ entspannt". Das Fazit wird durch erste Zahlen belegt.

Sowohl die Zahl der "Hilfeleistungen" als auch der Rettungseinsätze liegen bisher unter dem Niveau von 2017. Bis 16 Uhr gab es 297 Einsätze des Rettungsdienstes (2017: 387). Die Polizei vermeldete um 17.40 Uhr etwa 100 Platzverweise, über 20 Ingewahrsamnahmen und etwa 50 Strafanzeigen, größtenteils wegen Schlägereien.

Zwei Stürze trübten die Karnevalsstimmung. Gegen 13.30 Uhr fiel ein 22-Jähriger von einem Lagercontainer auf dem Heumarkt. Es besteht der Verdacht auf eine Wirbelsäulenverletzung, aber keine Lebensgefahr. Knapp drei Stunden später wurde ein 25-Jähriger durch einen Sturz aus dem Dachgeschoss an der Zülpicher Straße schwer verletzt (TAG24 berichtete).

Update, 18.32 Uhr: Bilanz des Ordnungsdienstes

Der Ordnungsdienst präsentierte am Abend eine gemischte Zwischenbilanz. Es habe weniger Wildpinkler, aber mehr Ansprachen an Jugendliche gegeben. Die Zahl der festgestellten Verstöße lag deutlich über dem Vorjahresniveau. Bis 18 Uhr gab es 405 Rettungsdiensteinsätze (2017: 560).

Update, 21.40 Uhr: Polizei spricht von "bislang überwiegend friedlichen Verlauf"

Am späten Abend hat auch die Polizei Zahlen zu den Karnevals-Einsätzen veröffentlicht. Insgesamt sei der Tag überwiegend friedlich verlaufen. Die beliebten Veranstaltungsplätze seien frühzeitig "vollkommen ausgelastet" gewesen. Bis 20 Uhr hat die Polizei 70 Strafanzeigen gestellt, 130 Platzverweise ausgesprochen und 33 Personen in Gewahrsam genommen. Es seien Ermittlungsverfahren zu sieben Sexualstraftaten eingeleitet worden.

Titelfoto: DPA

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