Wahlkabinen undicht? Jetzt droht ein Mammut-Prozess!

Die CDU gewann die Wahl 2014 in Zwönitz und stellte Oberbürgermeister Wolfgang Triebert (45).
Die CDU gewann die Wahl 2014 in Zwönitz und stellte Oberbürgermeister Wolfgang Triebert (45).

Von Ronny Licht

Zwönitz - Die Stadtratswahl von Zwönitz im Mai 2014 hat ein Nachspiel: Ein Einwohner klagte - weil die Wahlkabinen angeblich undicht waren. Jetzt droht ein Mammut-Prozess.

Gleich 27 (!) Zeugen hat das Verwaltungsgericht Chemnitz für Mittwoch geladen. Es dreht sich um eine Frage:

Ging am 25. Mai 2014 alles mit rechten Dingen zu? Nein, meinte ein Zwönitzer und legte beim Erzgebirgskreis Widerspruch gegen die Wahl ein.

„Der Einspruch wurde zurückgewiesen, daher stehen wir als Erzgebirgskreis jetzt als Beklagte vor Gericht“, erklärt Pressesprecherin Jutta Leonhardt.

Gerichtssprecher Johannes Wagner zu MOPO24: „Bemängelt werden in der Klage vorwiegend formelle Fehler.“ Der kuriose Vorwurf des Klägers: Die Wahlkabinen waren nicht dicht genug abgedeckt, man hätte beim Nachbarn zuschauen können.

Die CDU, welche auch den aktuellen Bürgermeister Wolfgang Triebert (45) stellt, hatte die Wahl mit 57,5 Prozent der Stimmen gewonnen. Sollte die Stimmabgabe vom Mai 2014 ungültig gewesen sein, stehen für die Zwönitzer im Frühjahr Neuwahlen an.

Fotos: dpa, Hein Patzig


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