Patientinnen vergewaltigt? Bielefelder Arzt in U-Haft!

Bielefeld - Ein Arzt wird verdächtigt, sich sexuell an Patientinnen vergangen zu haben. Er kam in Untersuchungshaft. Die Klinik will alles tun, um zur Aufklärung beizutragen.

Der 32 Jahre alte Mediziner sei am Montag festgenommen worden, heißt es. (Symbolbild)
Der 32 Jahre alte Mediziner sei am Montag festgenommen worden, heißt es. (Symbolbild)  © Patrick Pleul/Zentralbild/dpa

Ein Arzt sitzt in Bielefeld wegen des Verdachts von Sexualstraftaten an Patientinnen in Untersuchungshaft. Es gehe um Vorwürfe "im Rahmen seiner ärztlichen Tätigkeit", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bielefeld am Mittwoch. 

Der 32 Jahre alte Mediziner sei am Montag festgenommen worden, am Dienstag habe das Amtsgericht Haftbefehl erlassen. 

Weitere Angaben machte der Sprecher wegen der laufenden Ermittlungen nicht. Mehrere Medien hatten zuvor berichtet.

Das Evangelische Krankenhaus Bethel, in dem der Arzt früher beschäftigt war, berichtete, dass der Mediziner bei einer MRT-Untersuchung zur Sedierung vorsätzlich ein Medikament verabreicht haben soll, das nicht den Richtlinien entsprach. 

Krankenhaus ist bestürzt über die Vorfälle

Der Mann sei sofort freigestellt worden, die Klinik habe den Behörden alle Dokumente und Informationen zu dem Vorfall übergeben. Der Arzt habe inzwischen das Arbeitsverhältnis von sich aus beendet.

Zunächst sei man nicht von einer schweren Straftat ausgegangen, so die Klinik. Ursprünglich sei wegen des Verdachts der Körperverletzung ermittelt worden. 

Nun habe das Krankenhaus bestürzt von der offensichtlich neuen Beweislage und der Festnahme des Mannes erfahren. Die Klinik werde alles tun, um zu einer schnellen Aufklärung beizutragen, erklärte ihr Geschäftsführer Matthias Ernst.

Die SPD-Landtagsfraktion bat die Landesregierung um einen mündlichen Bericht zu dem Fall bei der Sitzung des Gesundheitsausschusses am 30. September. Das Evangelische Klinikum Bethel ist ein großes Krankenhaus mit 1755 Betten. 

Es versorgt pro Jahr rund 170 000 Patienten ambulant und stationär.

Titelfoto: Patrick Pleul/Zentralbild/dpa

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