Abfluss verstopft: Drei Rohrfrei-Tipps gegen Haare, Fett & Co.

Das Wasser steht, und es müffelt. Spätestens jetzt sollte man sich um den verstopften Abfluss kümmern. Was man gegen die Rohrverstopfung tun kann – jetzt im Ratgeber.

Oh je, Abfluss verstopft? Dagegen kann man etwas tun.
Oh je, Abfluss verstopft? Dagegen kann man etwas tun.  © 123RF/Pornchai Jaito

Selbst wenn man bewusst darauf achtet, dass man beispielsweise in der Küche keine Essensreste in den Abfluss spült oder seine lange Mähne nicht über dem Waschbecken kämmt, sammeln sich mit der Zeit grobe Verschmutzungen im Abflussrohr.

Wenn sich Haare, Fett und Seifenreste dort in großen Mengen anlagern und zusammenpappen, kann das Wasser nicht mehr richtig durchlaufen, bis das Rohr irgendwann völlig verstopft. Das passiert unter anderem sehr häufig in der Duschwanne. Dann läuft das Wasser nicht mehr ab und man steht beim Duschen mit den Füßen im Dreckwasser – nicht sehr prickelnd.

Zum Glück gibt es ganz einfache Methoden, mit denen man dem Schmutzklumpen auf mechanische Weise den Kampf ansagen kann. Unter den Haushaltstipps gegen verstopfte Rohre gibt es aber auch ein einfaches Hausmittel, mit dem man Rohre blitzschnell wieder frei kriegt.

Weitere Tipps und Infos findest Du übrigens im Ratgeberbereich Haus & Garten.

1. Verstopfung im Abfluss mit Saugglocke lösen

Mit einer Saugglocke, auch Pümpel oder Pömpel genannt, kann man Schmutzansammlung durch den erzeugten Unterdruck lösen.

Als Erstes lässt man etwas Wasser in den Abfluss laufen, so kann sich der hartnäckige Schmutz schon mal etwas anlösen. Dann wird der Pümpel auf den Abfluss gesetzt. Im nächsten Schritt lässt man Wasser in das Becken oder die Badewanne, sodass das Gummiteil der Saugglocke bedeckt ist. Nun muss man den Holzstab des Pümpels senkrecht auf- und abbewegen, dadurch wird der Unterdruck im Rohr erzeugt, der den Schmutzkörper lockert. Nach der Prozedur spült man mit viel Wasser nach und kann so den gelösten Schmutz wegspülen.

Die gute alte Saugglocke leistet treue Dienste, wenn es um Rohrverstopfungen geht.
Die gute alte Saugglocke leistet treue Dienste, wenn es um Rohrverstopfungen geht.  © 123RF/Andriy Popov

2. Eine Spirale kann den Abfluss wieder frei machen

Im Baumarkt kann man sich für die Abflussreinigung eine Abflussspirale oder Rohrreinigungsspindel besorgen. Die wird langsam in das Rohr eingeführt und kann dort den hartnäckigen Dreck, der sich angesammelt hat, lockern. Hinterher spült man einfach mit viel warmem Wasser nach, dann wird der gelöste Schmutz einfach weggespült.

3. Hausmittel gegen verstopften Abfluss: Essig und Backpulver

Um den Abfluss wieder frei zu bekommen, kann man auch zu einem Hausmittel greifen, und zwar zu einer Mischung aus Essig und Backpulver (Natron oder Waschsoda funktioniert genau so gut).

Dazu füllt man etwa vier Esslöffel Backpulver in den Abfluss und schüttet etwa 70 Milliliter Essig hinterher. Die reagierende Mixtur sollte etwa zehn Minuten einwirken, anschließend spült man mit viel warmem Wasser nach.

Man sollte wegen der Reaktion nicht direkt ins Rohr gucken, damit man keine Spritzer ins Auge bekommt.

Etwas Backpulver in den Abfluss rieseln lassen, Essig dazu, nach kurzer Einwirkzeit sollte sich der Schmutz im Rohr lockern.
Etwas Backpulver in den Abfluss rieseln lassen, Essig dazu, nach kurzer Einwirkzeit sollte sich der Schmutz im Rohr lockern.  © 123RF/Evgeniya Kramar

Abfluss verstopft? Vorsicht bei chemischen Rohrfrei-Mitteln

Viele Menschen greifen bei einem verstopften Abfluss zu chemischen Reinigern aus dem Supermarkt, Baumarkt oder der Drogerie. Von diesen Rohrfrei-Mitteln ist aber dringend abzuraten, da die heftigen chemischen Reaktionen nicht nur dem Schmutzbalg den Garaus machen können, sondern auch das Abflussrohr und den Siphon angreifen können. Im schlimmsten Fall beschädigen chemische Mittel das Abflussrohr so stark, dass es zu einem Wasserschaden kommen kann. Also Hände weg!


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3 Tipps, um dem verstopften Abfluss vorzubeugen

Zum Schluss noch ein paar Tipps, damit es gar nicht erst zu einem verstopften Abfluss kommt:

1. Abflusssieb verwenden: Sowohl in der Küche als auch im Bad sollte man ein extra Sieb auf den Abfluss legen. Das fängt groben Schmutz wie Haare und kleine Seifenstücke oder aber Essensreste im Spülbecken der Küche auf. Das Sieb wird einfach regelmäßig im Mülleimer entleert, sodass der ganze Dreck gar nicht erst ins Abflussrohr gelangen kann.

2. Dreck separat entsorgen: Grober Dreck wie der Haarbüschel nach dem Bürsten sollte besser direkt in den Mülleimer wandern, statt im Waschbecken zu landen. Auch Fette und Öle (vom Kochen oder Pflegeöle im Bad) haben nichts im Abfluss zu suchen. Denn erkaltete Fette lagern sich an der Rohrwand ab und verstopfen den Abfluss mit der Zeit.

3. Regelmäßige Reinigung: Die oben beschriebenen Rohrfrei-Tipps können auch vorbeugend wirken. Einfach alle paar Monate den Abfluss mit Saugglocke oder Spirale verwenden, dann kommt es gar nicht erst zur einer Verstopfung.

Bei besonders hartnäckigen Verstopfungen, die nicht mit einfachen Hausmitteln beseitigt werden können, sollte man sich besser an einen fachmännischen Abflussdienst wenden – nicht dass es am Ende zu einem Rohr- und Wasserschaden kommt, weil man zu aggressiv versucht hat, der Verstopfung Herr zu werden.

Titelfoto: 123RF/Pornchai Jaito

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