Erstausstattung Katze: Das brauchst Du für Deine Mieze

Katzen gelten als eigenwillige Charaktere, die ihre Halter als eigenes Personal betrachten. Schaffst Du es jedoch, ihr Herz zu erobern, dann hast Du einen Freund fürs Leben gefunden. Die passende Ausstattung ist der erste Schritt zu einem gelungenen Miteinander.

Die passende Erstausstattung für die Katze zu finden, ist nicht kompliziert. TAG24 hilft Dir dabei!
Die passende Erstausstattung für die Katze zu finden, ist nicht kompliziert. TAG24 hilft Dir dabei!  © unsplash/Jeanie de Klerk

Eine Katze zieht in die Wohnung oder das Haus ein und das Abenteuer kann beginnen. Fehlt nur noch die passende Ausrüstung.

Katzen gelten als tierische Egozentriker, die sich nichts sagen lassen. Umso überraschender ist die Antwort auf die Frage "Katzen-Erziehung: Ein Ding der Unmöglichkeit, oder?". Trotz aller Aufregung am Anfang und scheinbarem Widerstand der Katze heißt es vor allem Ruhe bewahren, geduldig sein und die Signale der Katze beobachten.

In vielen Fällen ist die Katze mit der Toilette, dem Schlafplatz, den Spielsachen oder anderen Einzelheiten in ihrem Revier unzufrieden. Aus diesem Grund sollten sich Katzenhalter vorher intensiv mit den Bedürfnissen ihrer Mieze beschäftigen. Im Tierbedarf oder Fachhandel kann einen jedoch die Vielfalt an Katzenzubehör im ersten Moment erschlagen.

Um Euren gemeinsamen Start zu erleichtern, hat der TAG24-Katzenratgeber die wichtigsten Punkte zur Erstausstattung für Katzen aufgelistet.

Checkliste für die Erstausstattung Katze

Stellt man der Katze einen Katzenbaum oder andere Kratzmöglichkeiten zur Verfügung, bleiben Sofa und Wände größtenteils verschont.
Stellt man der Katze einen Katzenbaum oder andere Kratzmöglichkeiten zur Verfügung, bleiben Sofa und Wände größtenteils verschont.  © 123RF/icemanj

Die Grundausstattung für eine Katze umfasst:

  • Transportbox
  • Körbchen, Höhle oder Katzenbett
  • Decke
  • Futter
  • Futter- und Trinknäpfe (separat)
  • Katzenklo, Streu, Reinigungsutensilien
  • Kratzbaum, -matte oder -brett
  • Spielzeug

Zusätzliche Ausrüstung für die Katzenhaltung:

  • ein weiteres Katzenklo
  • Katzengras oder Malzpaste
  • Leckerli und Snacks
  • Bürste und Pflege für das Fell (abhängig von der Katzenrasse)
  • Halsband, Zeckenzange und eventuell ein Erste-Hilfe-Set für Freigängerkatzen
  • Netz und andere Sicherung für Fenster und Balkon
  • Fusselbürste oder Katzenhaarentferner
Diese Listen haben keinen Anspruch auf absolute Vollständigkeit, sondern führen grundlegende Anhaltspunkte für die Katzenhaltung auf. Allgemein sollte man bei den Anschaffungen für die Katze beachten, welche Bedürfnisse die Rasse hat und welche Körpergröße sie erreichen kann.

Katze zieht ein: Tipps zur Erstausstattung

Transportbox

Eine Transportbox dient nicht nur dazu, um die Katze vom Züchter, Tierheim oder Vorbesitzer zu holen, sondern auch für den Besuch beim Tierarzt. Es empfiehlt sich schon beim Kauf, eine passende Größe für die erwachsene Katze zu wählen. Im Idealfall kann sich die Katze in der Box drehen, wofür diese etwas breiter als die Katze lang sein muss.

Da Katzen unterwegs meist Angst haben, krallen sich in der Box fest oder versuchen auszubrechen, weswegen diese aus einem robusten und stabilen Material, worin sich die Katze nicht verhaken kann, gemacht sein sollte. Sehr beliebt sind Boxen, die man vorn und oben öffnen kann, um die Katze herauszuholen.

Es kann schon mal vorkommen, dass die Katze unter Stress in die Box uriniert. Eine saugfähige Unterlage verhindert, dass das Tier lange im eigenen Urin ausharren muss und erleichtert später ebenso die Reinigung der Box.

Hilfreich ist es, die Katze etwas an die Box zu gewöhnen, indem man die Box schon vor Abholung der Katze zum Züchter gibt oder einen vertrauten Duft in Form einer Decke oder eines Kuscheltiers in die Box legt. Duftpräparate mit Baldrian und Katzenminze könnten die Katzen in die Box locken und beruhigen.

Die Transportbox sollte in der ersten Zeit als Rückzugsort für die Katze stehen bleiben.
Die Transportbox sollte in der ersten Zeit als Rückzugsort für die Katze stehen bleiben.  © 123RF/dolgachov

Schlafplatz und Rückzugsorte

In der ersten Zeit ist für die Katze alles neu und befremdlich, weswegen sie sich erst mal ein sicheres Versteck sucht. Je nach Charakter dauert es ein paar Tage oder Wochen, bis die Fellnase sich heraustraut. Es bietet sich an, die Transportbox offen an einem ruhigen Ort mit Futter, Wasser und Toilette in der Nähe zu stellen, um die Katze in Ruhe ankommen zu lassen.

Katzen lieben Höhlen zum Verstecken oder hohe Plätze zum Beobachten des Gesamtgeschehens. Je nach Platz und Gestaltungsmöglichkeiten kann man der Mieze verschiedene Schlafplätze und Verstecke anbieten. Diese sollten aus schadstofffreiem Material sowie bequem und gut erreichbar sein. Eine Variante wäre es, ein Körbchen, eine Kiste, einen Karton oder ein Regal mit Decken auszulegen.

Im Fachhandel sind die verschiedensten Katzenbetten, Höhlen oder anderes Katzenmobiliar erhältlich. Für die Katze muss es jedoch nicht zwangsläufig das teure Katzenbett vom Designer sein, denn viele Katzen suchen sich ihre Schlafplätze selbst aus und nehmen nicht unbedingt das an, was man ihnen bereitstellt.

Wer eine Katze hat, kann sich darauf einstellen, diese manchmal zu suchen. Beliebte Verstecke sind im Kleiderschrank, im Bettkästen, unter dem Sofa, unter der Bettdecke, im Bettbezug, auf Regalen oder unter Schränken. Spätestens wenn die Katze Hunger bekommt, taucht sie wieder auf. Katzenhalter sollten es mit dem Kauf von Schlafmöglichkeiten oder Ähnlichem nicht übertreiben, denn am Ende schläft die Katze vielleicht am liebsten im Bett bei Herrchen und Frauchen.

Das Fensterbrett ist für Katzen ein guter Liegeplatz mit Sicht ins Freie sowie in die Wohnung. Katzenhalter können ihrer Mieze dort Platz freiräumen und eventuell noch eine Decke hinlegen.
Das Fensterbrett ist für Katzen ein guter Liegeplatz mit Sicht ins Freie sowie in die Wohnung. Katzenhalter können ihrer Mieze dort Platz freiräumen und eventuell noch eine Decke hinlegen.  © Unsplash/Florencia Viadana

Futter- und Trinknäpfe

Je kürzer die Schnauze der Katze ist, desto flacher sollten die Näpfe sein. Katzen mögen es nicht, wenn ihre Schnurrhaare sehr nass oder schmutzig werden.

Näpfe sind in den verschiedensten Ausführungen erhältlich, wobei Näpfe aus Keramik oder Glas viel gelobt werden, da diese als schadstofffrei gelten. Um der Katze das Fressen zu erleichtern, sollten die Schalen rutschfest sein. Wer mag, kann die Näpfe auf eine abwaschbare Unterlage oder Matte stellen, da beim Fressen öfter etwas daneben geht.

Der Standort und die Aufstellung der Futter- und Trinknäpfe sind essenziell. Katzenhalter sollten Wasser und Futter getrennt voneinander sowie entfernt vom Klo an einem geruchsneutralen und ruhigen Orten aufstellen. Katzen brauchen täglich frisches Wasser und Futter. Die Näpfe sollte man ebenfalls täglich reinigen.

Futter

Bestenfalls füttert man die Katze weiterhin mit dem Futter, welches sie bisher bekommen hat. Handelt es sich um eine Katze im Wachstum, kann man das Futter ihres Alters entsprechend an die Entwicklung anpassen. Katzenhalter sollten sich informieren, was die Katze braucht, ohne mangelernährt oder übergewichtig zu werden.

Viele Katzen sind echte Feinschmecker und fressen nicht jedes Futter, weswegen es anfangs nicht sinnvoll ist, einen Vorrat an Futter anzulegen. Meistens muss man verschiedene Sorten ausprobieren, bis man herausgefunden hat, was der Katze schmeckt. Die geschmacklichen Vorlieben der Katze können sich im Verlauf des Lebens immer wieder ändern.

Katzen haben einen sehr empfindlichen Magen, weswegen ein Futterwechsel nur sehr langsam durchgeführt werden sollte. Eine Möglichkeit wäre es, altes und neues Futter zu mischen, wobei der Anteil vom alten Futter am Anfang noch der Größte ist, dann immer weiter reduziert wird, bis der Katze schließlich nur noch neues Futter gegeben wird.

Es empfiehlt sich, Katzen überwiegend Nassfutter zu fressen zu geben, da das Trockenfutter die Mieze austrocknet. Mehr zum Thema Katzenfütterung unter: "Einmal, dreimal oder nur nach Bedarf? So oft solltest Du Deine Katze am Tag füttern".

Katzen sind echte Feinschmecker. Meist müssen Halter erst verschiedene Futterarten ausprobieren, bis sie die passende Sorte für die Katze finden.
Katzen sind echte Feinschmecker. Meist müssen Halter erst verschiedene Futterarten ausprobieren, bis sie die passende Sorte für die Katze finden.  © unsplash/Abeer Zaki

Katzenklo

Katzen benötigen ein stilles Örtchen, wo sie sich in Ruhe entleeren können. Die Toilette muss der Katze immer zugänglich sein und sollte regelmäßig mit einer Schaufel oder anderen Utensilien gereinigt werden. Obwohl viele Katzen bei der Vermittlung schon stubenrein sind, kann es anfangs aufgrund von Stress und Befremdlichkeit vorkommen, dass mal etwas daneben geht.

Extra Tipp: Um die Katze schnell an die neue Toilette zu gewöhnen, etwas Katzenstreu aus dem alten Klo mitnehmen und in das neue schütten. Dadurch riecht das neue Klo nicht mehr so fremd und ungewohnt. Anfangs sollte man die Katze ruhig und vorsichtig öfter in die neue Toilette setzen, um ihr zu zeigen, wo sie ist.

Eine Faustregel besagt, dass man pro Katze ein Klo und noch ein weiteres benötigt. In vielen Fällen trifft das zu, doch jede Katze ist anders. Auch mögen es manche Katzen nicht, wenn das Klo überdacht ist und andere bevorzugen es blickdicht.

Wenn die Katze ihre Toilette nicht annimmt, dann missfällt ihr der Standort, die Art der Toilette, die Hygiene oder das Streu. Mehr zum Thema Katzentoilette erfährst Du unter: "Katzenklo, Katzenklo... Die richtige Toilette für das 'königliche Popöchen'".

Ein Sofa ist für Katzen eine Kombination aus Schlafgelegenheit, Kratzbaum und Spielplatz. Robustes Material oder spezielle Überzüge verhindern größere Schäden an den Polstermöbeln.
Ein Sofa ist für Katzen eine Kombination aus Schlafgelegenheit, Kratzbaum und Spielplatz. Robustes Material oder spezielle Überzüge verhindern größere Schäden an den Polstermöbeln.  © unsplash/Amy Humphries

Kratzbaum

Für Katzen ist das Wetzen ihrer Krallen ein unverzichtbarer Trieb für die Krallenpflege. Wer verhindern will, dass die Katze die Möbel und Wände in der Wohnung zerkratzt, sollte ihr ausreichend Alternativen bieten. Mittlerweile gibt es die verschiedensten Möglichkeiten wie z. B. Kratzbaum, -brett oder -matte, welche man überall in der Wohnung in jedem Raum verteilen sollte.

Wer es etwas individueller mag, kann die Kratzelemente selbst bauen. Baumstämme, Rinde und andere Materialien bieten eine gute Grundlage für einen Kratzbaum. Sisalseil, Sisalgewebe und andere Kratzstoffe sind ebenfalls separat erhältlich, sodass Katzenhalter Säulen, Wände und Möbel in der Wohnung für die Katze eigenständig präparieren können.

Man sollte bei Säulen und anderen Möglichkeiten zum Kratzen darauf achten, dass diese lang genug sind, damit die Katze den Rücken komplett strecken kann. Außerdem kann es beim Kratzen und Spielen der Katze wild zugehen, weswegen alles standfest sein muss.

Spielzeug

Katzen sind auch beim Spielzeug sehr wählerisch. Nicht jede Katze findet jedes Spielzeug spannend. Am Anfang reicht eine kleine Auswahl an Spielsachen wie eine Angel und eine Maus. Im Idealfall hat man bereits das Lieblingsspielzeug und eine Decke vom Züchter oder Vorbesitzer bekommen, welche der Katze das Einleben wesentlich erleichtern.

Durch Beobachten und Ausprobieren werden Besitzer mit der Zeit feststellen, worauf ihre Katze reagiert und was sie begeistert. Katzen, die ausreichend und abwechslungsreiche Beschäftigung haben, sind ausgeglichener. Zudem fördert das tägliche Spielen die Bindung zwischen Mensch und Katze.

Katzen finden alle Gegenstände in der Wohnung spannend. Wer sich um seine Dekoration sorgt, sollte diese lieber wegstellen.
Katzen finden alle Gegenstände in der Wohnung spannend. Wer sich um seine Dekoration sorgt, sollte diese lieber wegstellen.  © unsplash/Steve Tsang

Wohnung

Zur Vorbereitung auf die Katze gehört es auch, die Wohnung oder das Haus entsprechend zu gestalten. Für Katzen ist die Wohnung ihr neues Reich, was jeden Winkel und jede Höhe mit umfasst. Hält man sich einen Artisten auf Samtpfoten in den eigenen vier Wänden, dann sollte jedes Möbelstück und Dekorationsobjekt entweder standfest oder beim Fallen unzerstörbar sein. Alte Decken und spezielle Überzüge schützen Deine Polstermöbel vor den Kratzern der Katze. Mehr zu diesem Thema findest Du unter: "Wie schütze ich meine Wohnung vor meiner Katze?".

Achte darauf, dass sich die Katze nirgendwo an scharfen Kanten, Spitzen oder Splittern verletzen kann. Stromkabel und Schnüre in jeglicher Form sind zu verkleiden oder anders zu sichern, da die Katze damit spielen, sich damit strangulieren oder diese anfressen könnte.

Alle Pflanzenliebhaber sollten darauf achten, dass die Katze keine schädlichen Pflanzen wie z. B. Aloe vera, Amaryllis, Alpenveilchen und Weihnachtsstern fressen kann. Wohingegen das Anpflanzen von Katzengras und Katzenminze sehr empfehlenswert ist. Weitere mögliche Gefahrenquellen sind Lebensmittel, die für Katzen giftig sind. Achte darauf, dass Deine Katze nichts fressen kann, was nicht für sie bestimmt ist.

Ebenfalls nicht vergessen werden sollten Fenster, Balkon und Terrasse. Selbst wenn der Stubentiger eine reine Wohnungskatze ist, bleibt die Außenwelt spannend. Lasse das gekippte oder offene Fenster niemals unbeaufsichtigt, wenn Du eine Katze hast. Außerdem kann man Balkon oder Terrasse mit einem Katzennetz sichern, um einen möglichen Absturz der Katze zu verhindern.

Da die Katze die Wohnung zu Beginn noch nicht kennt, ist es wichtig, ihr Zeit zu geben, um die neuen Räumlichkeiten allein im eignen Tempo erkunden.

Für die Eingewöhnungszeit der Katze solltest Du Dir am besten freinehmen. Zeige Geduld, Ruhe und Liebe, dann wird sich Deine Katze schnell an Dich gewöhnen.

Titelfoto: unsplash/Jeanie de Klerk

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