Haushaltsbuch führen: Überblick behalten und Geld sparen

Du willst schon seit geraumer Zeit Geld sparen und es klappt einfach nicht, obwohl Du doch eigentlich genügend verdienst? Oft liegt das Problem an Ausgaben, die wir tätigen, ohne sie bewusst auf dem Schirm zu haben. Den Überblick verschafft das Führen eines Haushaltsbuches.

Ein Haushaltsbuch kann sehr viel Aufschluss über Dein Konsumverhalten geben!
Ein Haushaltsbuch kann sehr viel Aufschluss über Dein Konsumverhalten geben!  © 123RF / ra2studio

Es ist Ende des Monats und der Blick auf den Kontostand bereitet Dir Bauchschmerzen. Die Ursache liegt meistens am fehlenden Überblick über Einnahmen und Ausgaben.

Abhilfe kann das Führen eines Haushaltsbuches schaffen. Dort hält man alle Geldbewegungen eines Monats fest, um einen besseren Einblick in mögliche Schwachstellen der eigenen Finanzen zu bekommen.

Aber nicht nur dafür kann ein Haushaltsbuch sinnvoll sein: Hast Du beispielsweise ein Sparziel, welches Du erreichen willst, kannst Du dadurch Deine Sparrate ermitteln und jederzeit aufs Neue anpassen.

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Auch wenn man bereits jeden Monat etwas Geld übrighat, gibt es fast immer die eine oder andere Möglichkeit, Konsumgewohnheiten zu entdecken und etwas an seinen Ausgaben zu optimieren - die Haushaltsbuchführung ist dafür eine hervorragende Hilfe.

Zusätzliche Möglichkeiten, um Geld im Haushalt zu sparen, findest Du übrigens in der Rubrik "Ratgeber Sparen".

Die wichtigsten Infos für Schnellleser:

  • Das Führen eines Haushaltsbuches verschafft Dir auf einfache Weise einen Überblick in Deine finanzielle Situation, indem Du sowohl am Anfang als auch am Ende des Monats Deine gesamten Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellst.
  • Wichtig dabei ist, alle Geldbewegungen über den Monat hinweg genau zu tracken, um eine möglichst genaue Übersicht über Konsumgewohnheiten zu erlangen, die es zu optimieren gilt.
  • Bestimmst Du vorher einzelne Kategorien, in die Deine monatlichen Ausgaben jeweils aufgeteilt werden, kannst Du Dir die Suche nach möglichen Verbesserungsmöglichkeiten erleichtern.
  • Am Ende des Monats vergleichst Du erneut Deine Einnahmen und Ausgaben, um zu sehen, wie viel am Ende des Monats noch übrig ist, und auf welche Deiner Kategorien Du noch einmal einen Blick werfen solltest, um mehr sparen zu können.

Haushaltsbuch führen: Mit diesen 6 Tipps ganz einfach

Ob per App, Excel-Tabelle oder mithilfe eines richtigen Buches: Für das Führen eines Haushaltsbuches gibt es mittlerweile viele Methoden, um für so viele Menschen wie möglich den Überblick über die eigenen Finanzen zu erleichtern. Hat man eine Variante für sich gefunden, kann es aber auch direkt losgehen!

Wichtig dabei ist, zu Beginn alle Unterlagen zur Hand zu haben, um alle Geldbeträge genau eintragen zu können. Das ist allerdings nur einmal am Anfang nötig, danach können alle Daten zu festen monatlichen Beträgen einfach aus dem vorherigen Monat übernommen werden.

1. Einnahmen ermitteln

Feste Einnahmen ermitteln

Starte damit, alle Einnahmen, die jeden Monat fest zur Verfügung stehen, zu notieren. Das können unter anderem Lohn, Arbeitslosengeld, Kindergeld, Unterhalt oder auch Mieteinnahmen sein.

Variable Einnahmen ermitteln

In einer gesonderten Spalte kannst Du nun die variablen Einnahmen wie beispielsweise Zuschläge vom Job (Nachtzuschlag, Feiertagszuschlag) oder auch Rückzahlungen der Steuer oder Ähnliches notieren, die Du diesen Monat erhalten hast. Diese stellen allerdings eine Art "Bonus" dar und sollten bei der Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben außen vor gelassen werden, da diese jedes Mal in unterschiedlicher Höhe ausfallen und somit kein verlässlicher Betrag berücksichtigt werden kann.

2. Feste Ausgaben ermitteln

Zu festen Einnahmen gehören ebenso feste Ausgaben. Dazu zählen unter anderem: Miete, Versicherungen, Beiträge für Fitnessstudio und Co., Abonnements, Strom oder auch Handy- und Internetverträge.

Im Prinzip betreffen feste Ausgaben jene, die jeden Monat mit dem gleichen Betrag von Deinem Konto abgebucht werden.

Eine genaue Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben verschafft einen schnellen Überblick über das zur freien Verfügung stehende Budget.
Eine genaue Gegenüberstellung der Einnahmen und Ausgaben verschafft einen schnellen Überblick über das zur freien Verfügung stehende Budget.  © 123RF / makrobetz

3. Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen

Hat man alles konkret aufgeschrieben, kann man die jeweiligen Summen der festen Einnahmen und Ausgaben gegenüberstellen. Diese Differenz ist der Betrag, den Du jeden Monat als sicheren Betrag zur Verfügung hast.

Außerdem kannst Du im nächsten Schritt nun individuell für jeden Monat die variablen Einnahmen ebenfalls berücksichtigen. Die Differenz, die übrig bleibt, bildet die Grundlage für die variablen Ausgaben des Monats, also das "Geld zum Leben".

Hiervon kannst Du Deine Lebensmitteleinkäufe, Benzin, Freizeitaktivitäten oder die Shoppingtour bezahlen.

Tipp: Teile die Differenz der Einnahmen und Ausgaben durch vier. Dadurch kennst Du das wöchentliche Budget, welches Du zur Verfügung hast.

4. Kategorien für das Haushaltsbuch bilden

Um später einen besseren Überblick zu haben, wo genau das Geld hinfließt, sollte man alle Ausgaben in verschiedene Kategorien einteilen. Folgende Kategorien könnten dabei hilfreich sein: Lebensmittel, Shoppen, Essen gehen, Kosmetik und Drogerie oder Freizeit. Natürlich kannst Du auch andere - für Dein Leben passendere - Kategorien wählen.

Versuche nicht zu viele Unterteilungen zu bilden, da Du sonst schnell durcheinanderkommen kannst.

5. Ausgaben tracken

Hast Du die passenden Kategorien gefunden, kannst Du jede Deiner Ausgaben im Monat eintragen und tracken. Dadurch bekommst Du am Ende des Monats einen Überblick, wie viel Geld Du für jede Deiner Kategorien ausgegeben hast.

Das hilft Dir, übermäßige Ausgaben in den jeweiligen Bereichen zu erkennen und das Konsumverhalten dafür in den nächsten Monaten anzupassen.

6. Bilanz ziehen mithilfe der Daten des Haushaltsbuches

Das Führen eines Haushaltsbuches bürgt vielerlei Vorteile. Einer ist beispielsweise, dass Sparen leichter werden kann.
Das Führen eines Haushaltsbuches bürgt vielerlei Vorteile. Einer ist beispielsweise, dass Sparen leichter werden kann.  © 123RF / belchonock

Ist der Monat vorbei, solltest Du einen Blick in Dein Haushaltsbuch werfen und noch einmal die Summe Deiner Einnahmen Deinen gesamten Ausgaben gegenüberstellen. Hast Du noch Geld übrig? Hervorragend, das kannst Du sparen! Ist Dir die Sparrate zu wenig, solltest Du noch an der ein oder anderen Schraube drehen, um zu Deinem Ziel zu gelangen.

Meistens liegt die Ursache in den variablen Ausgaben, die leicht erkannt und durch ein bewussteres Konsumverhalten behoben werden können.

Tipp: Versuche, sowohl feste als auch variable Ausgaben mit Deinen festen Einnahmen zu decken. Variable Einnahmen sind zu inkonsistent, als dass man sich darauf verlassen sollte.

Fazit: Ein Haushaltsbuch zu führen, hilft beim Geld-Sparen

Wer gerne einen besseren Überblick über die eigenen Finanzen erlangen oder auch sein Sparziel verbessern möchte, hat mit einem Haushaltsbuch eine hervorragende Methode gefunden. Durch das genaue Tracking aller Einnahmen und Ausgaben und etwas Selbstdisziplin kann man an der persönlichen finanziellen Situation einiges verändern.

Durch das Erkennen von Konsumgewohnheiten und eine proaktive Herangehensweise diese verbessern zu wollen, kann man sehr viel bewirken!

Titelfoto: 123RF / ra2studio

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