Aus Ruine wird Luxus-Hotel: Sachsens höchstes Hotel erfüllt bald auch höchste Ansprüche
Oberwiesenthal - Das Wahrzeichen von Sachsens höchstem Gipfel wird umgekrempelt: Im Fichtelberghaus laufen nach dem Verkauf an die Familie des vogtländischen Software-Millionärs Rainer Gläß (67) umfangreiche Bauarbeiten. Bis Ende Oktober soll das Hotel auf Vier-Sterne-Standard gebracht werden.
Ein Musterzimmer mit einer beleuchteten Silhouette des großen und kleinen Fichtelbergs über dem Doppelbett und neuem Badezimmer ist schon komplett modernisiert. 30 weitere folgen. "Es wird Doppel- und Familienzimmer und Suiten geben, die ab Sommer gebucht werden können", sagt Constantin Gläß (31), Geschäftsführer der Liftgesellschaft Oberwiesenthal (LGO). Eine Übernachtung kostet dann ab 180 Euro.
Das Restaurant im ersten Obergeschoss, das künftig "Peaks" heißt, wird kleiner und feiner: "Es wird gehobene Küche und guten Wein geben", so Gläß.
"Daneben entsteht unser Spa-Bereich mit zwei gläsernen Saunen und dem direkten Blick über das Erzgebirge."
Ausflugstouristen wird in der Erzgebirgsstube im Erdgeschoss weiterhin regionale Küche geboten. Die bisherige Außenterrasse soll dagegen von einem Wintergarten ersetzt werden.
"Dort war es meist zu windig, um gemütlich zu sitzen", begründet Gläß. "Sobald die Baugenehmigung da ist, geht es los."
Insgesamt wird die LGO "einen mittleren einstelligen Millionenbetrag" in das Haus investieren. "Rund ein Drittel davon geht in Maßnahmen für den Brandschutz." So muss unter anderem eine Außentreppe als zweiter Rettungsweg angebaut werden.
Titelfoto: Sven Gleisberg (3)
