Nach Boofen-Verbot in der Sächsischen Schweiz: Kletter-Lobby fordert Schulung

Dresden - Der Landesverband Sachsen und die Dresdner Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) haben sich gegen das Verbot des Umweltministeriums zum Übernachten unter Felsüberhängen in der Sächsischen Schweiz (Boofen) ausgesprochen.

Wer in der Sächsischen Schweiz "boofen" will, soll vorher eine Prüfung ablegen, fordert die sächsische Sektion des DAV.  © picture-alliance/gms

Das Ministerium hatte das Boofen aus Rücksicht auf die Brutzeit von Vögeln vom 1. Februar des Jahres bis 15. Juni verboten. Die Verordnung galt seit 2022 vorläufig und wurde vor wenigen Wochen verlängert. Stattdessen befürworten die Bergsportverbände ein Schulungskonzept.

Wer im Nationalpark boofen möchte, "muss künftig vorher über die bestehenden Regeln zum Klettern und Boofen, zu Naturschutzaspekten und naturverträglichem Verhalten im Nationalpark informiert sein", erklärte Rainer Petzold (51) vom DAV auf Nachfrage von TAG24.

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Das sogenannte "Jahresticket auf Schulungsbasis" sollte mit einer Schulung und einem Test nachgewiesen werden und würde dann für ein Jahr für eine der 58 zugelassenen Übernachtungsstellen gelten.

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