Zwickau – Wenn auf dem Zwickauer Dom plötzlich Höhenretter herumklettern, sieht das nach Großeinsatz aus. Doch diesmal waren es kein Brand – sondern eine Übung mit ernstem Hintergrund.
Die Zwickauer Höhenrettung probte, wie ein Mensch mit medizinischem Problem von der Aussichtsplattform des Doms sicher nach unten gebracht werden kann.
"Das ist ein tatsächliches Szenario, was immer passieren kann", sagt Einsatzleiter Steve Nötzold (41), Chef der Zwickauer Höhenrettung.
Im Inneren des Doms wird es richtig eng: "Die Wendeltreppen sind so schmal, dass da niemand liegend irgendwie nach unten gebracht werden kann." Heißt: Wer oben kollabiert, kann nicht einfach auf einer Trage durchs Treppenhaus getragen werden. Dann müssen die Spezialisten ran.
Von den 21 Mitgliedern der Zwickauer Höhenrettung waren neun bei der Übung dabei. Ihr Auftrag: Patient sichern, Technik vorbereiten, kontrolliert abseilen – und dabei bloß keinen Fehler machen. "Acht geben wir auf Sicherheit. Das ist unser A und O, sicher nach unten zu kommen mit Patient", erklärt Nötzold.
Für die Höhenretter ist das Pflichttraining in luftiger Höhe. "Das ist ein Standardszenario, was es gilt, regelmäßig zu üben", so Nötzold. An verschiedenen Objekten in der Stadt trainiert die Spezialtruppe immer wieder solche Rettungen.
Zwickaus Feuerwehrchef Nils Eichhorn (57) verfolgte die Übung zufrieden und fasste trocken zusammen: "Es sind alles Profis."