"Absurd": Corona-Regeln für Zuschauer bei Sport sorgen für harsche Kritik

München - Der Bayerische Fußball-Verband tobt: Auf die aktuellen Corona-Regeln der bayerischen Staatsregierung zu Zuschauer reagierte der BFV "mit völligem Unverständnis und deutlicher Kritik".

Das Rahmenkonzept Sport der bayerischen Staatsregierung sieht laut dem BFV absurde Regelungen für Zuschauer vor. (Symbolbild
Das Rahmenkonzept Sport der bayerischen Staatsregierung sieht laut dem BFV absurde Regelungen für Zuschauer vor. (Symbolbild  © Tobias Hase/dpa

In dem in der Nacht auf Freitag veröffentlichten "Rahmenkonzept Sport" des zuständigen Innenministeriums steht, dass bei Events im Freien weiterhin nur maximal 500 Zuschauer auf festen Sitzplätzen zugelassen sind.

Dagegen dürfen bei Veranstaltungen in Hallen bis zu 1000 Personen dabei sein.

"Allmählich wird es absurd", schimpfte BFV-Präsident Rainer Koch (62).

Kugelstoßerin formt mit ihren Armen ein X über dem Kopf: Olympisches Komitee prüft Sanktionen
Olympia 2021 Kugelstoßerin formt mit ihren Armen ein X über dem Kopf: Olympisches Komitee prüft Sanktionen

"Es kann niemandem mehr ernsthaft vermittelt werden, warum bei einem Fußballspiel im Freien keine Besucher einzeln um weiträumige Plätze stehen dürfen, dagegen aber bei wissenschaftlich belegtem ungleich höheren Infektionsrisiko in Gebäuden bis zu 1000 Zuschauer zugelassen werden", ergänzte Koch in einer Mitteilung des Verbands vom Freitag.

Der für den Spielbetrieb im BFV zuständige Jürgen Faltenbacher sprach von einem "Schlag ins Gesicht für alle Fußballvereine in Bayern".

"In jeder Fußgängerzone ist mehr los, als etwa bei einem regulären Fußballspiel in der Kreisklasse"

Die Amateurvereine hätten bewiesen, verantwortungsbewusst umzugehen. "In jeder Fußgängerzone ist mehr los, als etwa bei einem regulären Fußballspiel in der Kreisklasse", sagte Faltenbacher. "Dennoch sind genau diese einzelnen Besucher für viele Vereine überlebenswichtig."

Es sei "fahrlässig, sie mit einem solchen Rahmenkonzept weiterhin auszubremsen und am Ende auch die vielfältige Vereinslandschaft zu riskieren. Das gilt übrigens nicht nur für den Fußball."

Titelfoto: Tobias Hase/dpa

Mehr zum Thema Sport: