Deutsche Woche Nummer 16 in der NFL: Geben ist seliger denn Nehmen

Charlotte/Chicago/Minnesota/Pittsburgh – In der NFL wird auch an Weihnachten Deutsch gesprochen. Björn Werner (32), Markus Kuhn (36) und Co. haben einst die ersten Zimt-Duftmarken in Schwarz-Rot-Gold hinterlassen, 2022/23 ist es an anderen, große Plätzchen in den deutschen Farben zu backen. TAG24 blickt für Euch Woche für Woche auf die Leistungen unserer Stars in der besten Football-Liga der Welt. Week 16 stand ganz im Zeichen der weihnachtlichen Nächstenliebe.

Das Team von Amon-Ra St. Brown kassierte letztlich zwar eine Niederlage, aber für den 22-Jährigen persönlich lief es nicht schlecht.
Das Team von Amon-Ra St. Brown kassierte letztlich zwar eine Niederlage, aber für den 22-Jährigen persönlich lief es nicht schlecht.  © Paul Sancya/AP/dpa

Bestmarke für Amon-Ra, mehr aber auch nicht

Geben ist seliger denn nehmen! Niemand beherzigt das in der NFL derzeit wohl mehr, als all die Teams, in denen unsere deutschen Jungs unterwegs sind. Auch die Detroit Lions bilden dieses X-Mas keine Ausnahme. Eigentlich waren die Löwen gut in Fahrt, wurden auch von den Carolina Panthers wieder von einem guten Amon-Ra St. Brown (22) angeführt. Doch der Weihnachts-Express wurde jäh gestoppt.

Immerhin gab's für den Wide Receiver bei der 23:27-Niederlage noch ein Geschenk in eigener Sache: Sieben Receptions für 76 Yards reichten, um die Marke von 1000 Receiving Yards zu knacken. Bockstarke Saison des 22-Jährigen!

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Eierpunsch für EQ?

Von Rekorden ist Equanimeous St. Brown (26) diese Spielzeit weit entfernt. Satte 700 Receiving Yards fehlen ihm zu seinem jüngeren Bruder. Gegen den Super-Bowl-Aspiranten Buffalo Bills konnte er nichts drauflegen. Denn der Wide Receiver hatte sich in Week 15 bei den Philadelphia Eagles eine Kopfverletzung zugezogen und stand diese Woche noch auf dem Concussion Protocol.

Ob er an der 13:35-Niederlage den entscheidenden Unterschied gemacht hätte, mag man eh bezweifeln. Daheim unterm Weihnachtsbaum – und vielleicht ein Glas Eierpunsch gegen die Kopfschmerzen – waren sicherlich auch recht verführerisch.

NFL Week 16: Für Johnson, Bada und Hamilton gibt's zu Weihnachten Niederlagen

Allzu viel Einsatzzeit bekommt Jakob Johnson (27) derzeit nicht bei den Las Vegas Raiders.
Allzu viel Einsatzzeit bekommt Jakob Johnson (27) derzeit nicht bei den Las Vegas Raiders.  © Maximilian Haupt/dpa

Johnson ist da, wenn man ihn braucht

Jakob Johnson (27) ist derzeit wohl eher der Gutschein unter den Weihnachtsgeschenken: Nicht die erste Wahl, aber erfüllt seinen Zweck und kam immerhin zu 25 Prozent zum Einsatz. 13 Snaps machte der Fullback der Las Vegas Raiders bei der 10:13-Niederlage in Pittsburgh für die Offense mit.

Richtig magere Kost zum Weihnachtsfest, die da beide Offensiv-Abteilungen auf den Gabentisch brachten! Getreu dem Motto: Lieber nichts schenken und einfach nur ein wenig Zeit miteinander verbringen.

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Bada und Hamilton nur Ladenhüter

Über die Gutschein-Rolle wäre David Bada (27) sicherlich so richtig glücklich. Auch in Week 16 war für den Defense End der Washington Commanders kein Platz im Spieltagskader. Dabei wäre es in San Francisco schön warm gewesen. Auf die Mütze gab’s auch ohne ihn – 20:37 für die 49ers. Deutlich besser geschlagen haben sich die New York Giants in Minnesota. Ohne den Offense Tackle Devery Hamilton (24) gab’s nur eine knappe 24:27-Niederlage.

Linebacker Aaron Donkor (27/Seattle Seahawks), Cornerback Marcel Dabo (22, Indianapolis Colts) und Ex-Lions-Kicker Dominik Eberle (26) wussten schon vorab, dass sie in Ruhe unter dem heimischen Baum Geschenke auspacken dürfen.

Titelfoto: Paul Sancya/AP/dpa

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